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Greyp G12 Pedelec mit Persönlichkeitsspaltung schafft 65 km/h

| Redakteur: Peter Koller

Ein E-Bike der besonderen Art kommt jetzt von Rimac, dem kroatischen Hersteller des gleichnamigen Elektro-Supersportwagen. Das Greyp G12 schafft ein Spitzentempo von 65 km/h.

Zwitter aus Pedelec und E-Motorrad: Greyp G12
Zwitter aus Pedelec und E-Motorrad: Greyp G12
(Rimac)

Laut Mate Rimac, dem Gründer und Chef von Rimac (Elektrischer Supersportler mit 1088 PS kann nun bestellt werden) wurde das Greyp G12 von Grund auf entwickelt, um das Beste zweier Welten zu kombinieren: Fahrrad und Motorrad. Aber das Ganze natürlich elektrisch angetrieben, genau wie derSupersportwagen Rimac. Um das zu realisieren, wurde einiges an Technik in das Bike gepackt. Für die Stromversorgung sorgt ein 64V-Akkupack mit einer Kapazität von 1,3 KWh, basierend auf Lithium-Nanophosphat-Zellen des renommierten Herstellers A123 Systems.

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Laut Rimac lässt sich der Akku an einer herkömmlichen 220V-haushaltssteckdose innerhalb von 80 Minuten von 0 auf 100% aufladen. Ein Batteriemanagement überwacht etwa 100 mal pro Sekunde die Spannung jeder einzelnen Zelle. Zudem wird die Temperatur des Akkupacks an fünf verschiedenen Stellen kontinuierlich überwacht. Laut Rimac ist der Akku auf mindestens 3000 Ladezyklen ausgelegt, ohne unter 80% der ursprünglichen Kapazität zu sinken.

Angetrieben von einem 12 kW starken BLDC-Radnabenmotor an der Hinterachse bringt es das Bike auf eine Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h. Dafür ist dann allerdings der Motorradführerschein erforderlich. Um das Greyp auch ohne diesen auf öffentlichen Straßen fahren zu dürfen, kann das Bike elektronisch vom Speed-Mode in einen Street-Modus geschaltet werden, bei dem die Geschwindigkeit auf die für Pedelecs zulässigen 25 km/h beschränkt ist.

Alternativ gibt es noch eine dritten Eco-Modus für minimalen Energieverbrauch. Die Reichweite des Greyp beträgt laut Hersteller bis zu 120 Kilometer. Umgeschaltet werden die Modi über einen Fingerabdrucksensor, der quasi als Zündschlüssel des Bikes agiert. Je nachdem, welcher Finger verwendet wird, lässt sich das Bike in verschiedenen Modi starten. Ein Display zeigt die dementsprechenden Einstellungen und Daten an.

Beim Bremsen kann das 49 kg schwere G12 bis zu 2 kW regenerativ zurück in die Akkus speisen. Ausgelöst wird das regenative Bremsen über einen Sensor an den beiden Scheibenbremsen an der Vorderachse, die auf diese Weise auch entlastet werden.

Das Greyp G12 soll im Oktober zu einem Preis von rund 6000 € auf den Markt kommen.

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