Leiterplatten-Industrie PCB-Fertiger: Materialengpässe führen zu Auftragsstau

Von Michael Eckstein

Die Leiterplattenbranche boomt: Bereits seit fünf Berichtsabschnitten in Folge liegt das Book-to-Bill-Verhältnis stabil im Wachstumsbereich. Doch anhaltender Materialmangel und geändertes Bestellverhalten führen zu massivem Auftragsstau – und lassen die Geschäftserwartungen abkühlen.

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Seit Anfang 2021 liegt der Umsatz in der PCB-Industrie deutlich über den Umsätzen der beiden Vorjahre. Und er könnte noch höher liegen, wenn nur ausreichend Material für die Fertigung vorhanden wäre.
Seit Anfang 2021 liegt der Umsatz in der PCB-Industrie deutlich über den Umsätzen der beiden Vorjahre. Und er könnte noch höher liegen, wenn nur ausreichend Material für die Fertigung vorhanden wäre.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Im dritten Quartal 2021 konnte die deutsche Leiterplatten-Industrie erneut eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Auftragseingängen verzeichnen. Diese positive Entwicklung ist zum einen dem weiterhin wachsenden Bedarf geschuldet, zum anderen einem deutlich vorgezogenen Orderverhalten der Kunden aufgrund langer Lieferzeiten. Das geht aus der neusten Marktanalyse des Branchenverbands ZVEI hervor.

Der Umsatz der Leiterplatten-Industrie stagniert auf einem hohen Niveau. Bereits seit Anfang 2021 liegt es deutlich über den Umsätzen der beiden Vorjahre. Die Zahl der Mitarbeitenden ist weiter leicht gestiegen und erreicht aktuell einen Rekordwert der vergangenen drei Jahre. Der erzielte Pro-Kopf-Umsatz sank jedoch zum zweiten Mal in Folge aufgrund anhaltender Probleme mit der Materialverfügbarkeit.

Materialengpässe und Bestellverhalten führen zu Auftragsstau

Diese Materialengpässe und die daraus resultierende schwierige Produktionslage sowie das rege Orderverhalten der Kunden führt dazu, dass sich der Auftragsbestand in den Unternehmen staut. Er erreichte zuletzt ein Rekordniveau, welches rund 35 Prozent über dem Durchschnittswert der zurückliegenden zwölf Monate liegt.

Das Book-to-Bill-Verhältnis sinkt im dritten Quartal 2021 auf einen Wert von 1,23. Damit liegt es aber bereits im fünften Berichtsabschnitt in Folge stabil im Wachstumsbereich.

Die Geschäftserwartungen kühlen sich nach dem dritten Quartal des vergangenen Jahres weiter ab: 21 Prozent der Meldeunternehmen stellen sich auf eine schlechtere Wirtschaftsentwicklung ein. Nur noch zwölf Prozent glauben an einen weiteren Geschäftsaufschwung. Zwei Drittel erwarten eine gleichbleibend gute Konjunktur. Insgesamt wird die Branche auch in den kommenden Monaten noch durch eine problematische Versorgungslage und den Fachkräftemangel belastet werden.

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