Passive Bauelemente – Schlüsselkomponenten im Schatten

| Autor: Thomas Kuther

Diskutierten über technische Entwicklungen und Trends bei passiven Bauelementen (von links): Reinhard Sperlich, Murata, Olaf Lüthje, Vishay, Thomas Kuther, ELEKTRONIKPRAXIS, Wilhelm Hasenpflug, Blume, Johann Wiesböck, ELEKTRONIKPRAXIS, Thorsten Broda, WDI.
Diskutierten über technische Entwicklungen und Trends bei passiven Bauelementen (von links): Reinhard Sperlich, Murata, Olaf Lüthje, Vishay, Thomas Kuther, ELEKTRONIKPRAXIS, Wilhelm Hasenpflug, Blume, Johann Wiesböck, ELEKTRONIKPRAXIS, Thorsten Broda, WDI. (Bild: Paul-Thomas Hinkel)

„Treffen sich sechs Elektroniker, um über passive Bauelemente zu reden“ ... klingt doch richtig langweilig, oder etwa nicht? Das täuscht aber, wie das 1. Fachgespräch „Passive Bauelemente“ zeigte.

Wenn Entwickler von „Hühnerfutter“ sprechen, meinen sie passive Bauelemente wie Kondensatoren, Induktivitäten und Widerstände. Dabei gibt es keinen Grund, so abfällig über diese Schlüsselbauelemente zu reden, denn ohne „Passive“ würde in der Elektronik nichts laufen.

Genau deshalb traf sich ein kleiner Kreis von Herstellern und Distributoren passiver Bauelemente in der Räumen der ELEKTRONIKPRAXIS zum 1. Fachgespräch „Passive Bauelemente“. Und langweilig ging es in dieser Gesprächsrunde keineswegs zu!

Eingeladen zu diesem Round Table hatte die Redaktion der ELEKTRONIKPRAXIS zusammen mit dem Fachdistributor WDI. Teilnehmer waren Thorsten Broda, Produktmarketing PEMCO, WDI, Wilhelm Hasenpflug, Geschäftsführer bei Blume Elektronik, Reinhard Sperlich, Vice President Sales, Murata Europe und Olaf Lüthje, Senior Vice President Business Marketing Passives, Vishay.

Unter der Gesprächsführung von Chefredakteur und Publisher Johann Wiesböck sowie Fachredakteur Thomas Kuther tauschten sich die Teilnehmer über Besonderheiten und Trends der Branche aus.

Dass ohne Widerstände, Kondensatoren und Induktivitäten in der Elektronik nichts geht, darüber waren sich alle Teilnehmer gleich zu Beginn der Diskussion einig.

Automotive mit über­proportionalem Wachstum

Passive Bauelemente werden in alle Branchen der Elektronik geliefert, auch wenn die Gewichtung von Anbieter zu Anbieter und von Region zu Region unterschiedlich ist. Als wichtigstes Marktsegment und vor allem auch Technologietreiber wurde eindeutig die Automobilbranche ausgemacht. „Automotive ist und bleibt Thema Nr. 1 in Europa, vor der Industrie und dem Internet of Things“, erklärt Reinhard Sperlich, „Automotive hat ein überproportionales Wachstum. So haben wir in diesem Jahr 25 neue Produkte auf den Markt gebracht und sechs oder sieben davon waren für Automotive. Automotive hat also bei Murata ein überproportionales Wachstum, jedenfalls in Europa.“ Ins gleiche Horn stößt Olaf Lüthje: „Das gilt bei Vishay ebenso. Automotive ist der Treiber und deshalb ist auch die Automotive-Qualifizierung enorm wichtig bei unseren Standard- und Datenblattprodukten.“

Automotive ist allerdings nicht der einzige Markt, der bedient werden will, wie Olaf Lüthje betont: „Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch andere wichtige Märkte. Dazu gehören aus meiner Sicht vor allem die Medizintechnik und die Industrieelektronik.“ Für Wilhelm Hasenpflug kommt es ganz darauf an, welche Region man betrachtet: „Auch für Blume ist Automotive enorm wichtig, wenn wir Europa betrachten. In Asien ist das jedoch anders, da stehen eher Consumer und Telekommunikation im Vordergrund.“

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