Sicherheitsrelais

Paradigmenwechsel in der Bahntechnik

01.09.2009 | Autor / Redakteur: Jürgen Steinhäuser* / Kristin Rinortner

Sicherheitsrelais etablieren sich zunehmend in der Bahntechnik. Mittlerweile werden hier auch kleine Bauformen eingesetzt, die den hohen Anforderungen der Bahntechnik hinsichtlich Spulenansteuerung, Temperaturverhalten und speziellen Einstzbedingungen genügen. Kritischer Punkt ist bei allen Anwendungen die hohe Systemverfügbarkeit bei einer Einsatzdauer bis 20 Jahre.

Veränderungen vollziehen sich zumeist auf leisen Sohlen und es ist im Nachhinein kaum nachvollziehbar, wann sie begonnen haben. Bei sicherheitsrelevanten Applikationen sind Veränderungen noch geräuschloser. Mannigfaltige Voruntersuchungen, Feldtests und FMEA-Studien sind notwendig, um Risiken auszuschließen.

Sehr deutlich zeigt sich ein solcher Paradigmenwechsel seit einiger Zeit im Bereich der Bahntechnik. Alt hergebrachte und seit Jahrzehnten bewährte Technik wird hinterfragt und zumindest teilweise Veränderungen unterzogen. Die Notwendigkeit dies zu tun, liegt auf der Hand. Zum einen ist der Fortschritt, gerade in Beziehung auf Miniaturisierung und die damit einhergehende Veränderung von Komponenten bis hin zu neuen Hardwarestrategien und Softwareimplementierung, eine Notwendigkeit und zum anderen sind die Kostenaspekte für Geräte und den Service wichtige Gesichtspunkte in dieser Branche.

Bahntechnik-Relais auf dem Prüfstand

Dabei werden Relais in bahntechnischen Applikationen besonders kritisch hinterfragt: gerade dann, wenn Relais mit zwangsgeführten Kontakten (EN 50205) zum Einsatz kommen. Diese „Sicherheitsrelais“, im Maschinenbau und der Prozesstechnik seit über 30 Jahren Garant für den Schutz von Leib und Leben, etablieren sich zunehmend in der Bahntechnik. Zu Beginn meist mit größeren Bauformen, bei denen teilweise versucht wurde, möglichst umfassend die Vorgaben diverser Bahnnormen z.B. UIC Codex 736E zu erfüllen.

Mittlerweile kommen aufgrund der geforderten Miniaturisierung kleine Bauformen zum Einsatz, die in erster Linie auf die Forderungen bei der Spulenansteuerung, dem Temperaturverhalten und den Einsatzbedingungen eingehen. Eine besondere Herausforderung besteht für die Relaisbauer darin, der hohen Systemverfügbarkeit gerecht zu werden. Es ist mit Recht kaum diskutierbar, dass Steuerungen zwar sicher sind und niemand zu Schaden kommt, jedoch Züge nicht fahren oder Strecken blockiert sind, nur weil eine Kontaktgabe nicht korrekt ist.

Ergänzendes zum Thema
 

Anforderungen an Sicherheitsrelais

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 315483 / Schalter & Relais)