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IBM-Patent Paket-Drohnen als Staffel-Flieger

Autor: Sebastian Gerstl

Zahlreiche Unternehmen testen bereits den Einsatz von Flugdrohnen und Quadcoptern zur Paketzustellung. Ein Hindernis ist derzeit die begrenzte Akku-Leistung und damit die eingeschränkte Reichweite der Fluggeräte. IBM Research hält hierfür einen neuen Ansatz parat: Drohnen, die in der Lage sind, im Flug ihre Ladung zu übergeben.

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Auszug aus dem IBM-Patent zur Übergabe von Paketen zwischen Drohnen während des Flugs: Über einen zusätzlichen Arm können die Fluggeräte aneinander andocken und so für einen stabilen Austausch der Ladung sorgen.
Auszug aus dem IBM-Patent zur Übergabe von Paketen zwischen Drohnen während des Flugs: Über einen zusätzlichen Arm können die Fluggeräte aneinander andocken und so für einen stabilen Austausch der Ladung sorgen.
(Bild: IBM Research / USPTO)

Ob Amazon, UPS oder der deutsche Ableger von DHL – zahlreiche Logistikunternehmen experimentieren mit Flugdrohnen, um diese zur direkten Warenzustellung zu nutzen – ob nun in entlegene oder urbane Gebiete.

Eines der größten Hindernisse ist dabei die stark limitierte Reichweite moderner Quadcopter und vergleichbarer Flugdrohnen-Modelle. Bei dem im vergangenen Februar in Florida gestarteten Pilotprojekt von UPS beispielsweise hält der Akku der Flugdrohnen nur für eine maximale Flugdauer von 30 Minuten-

Ein Forschungsteam von IBM Research hat nun ein Patent zur Realisierung einer Lieferkette mit Hilfe mehrerer Drohnen angekündigt. Die Fluggeräte würden demnach mit einem Arm ausgestattet, der es ihnen erlaubt, im Flug aneinander anzudocken und eine stabile Position zu halten. Damit könnten Quadcopter wie bei einer Staffel ein Paket im Flug an eine andere Flugdrohne übergeben.

Laut dem Patentantrag verfügen diese Drohnen auch über ein ausgefeiltes eingebautes Kommunikationssystem. Per Satellit können den Drohnen Übergabepunkte mitgeteilt werden, um die direkteste und effizienteste Flugstaffel zu gewährleisten. Möglicherweise solrgt hierfür auch eine permanente Verbindung mit dem Supply Chain- und Logistik-Mechanismen von IBM's Watson, um den Ablauf der Lieferkette und die Übergaben zu überwachen.

Auszug aus dem IBM-Patent: Per Satellit können die Flugrouten der Drohnen überwacht und so die effizientesten Übergabepunkte festgelegt werden.
Auszug aus dem IBM-Patent: Per Satellit können die Flugrouten der Drohnen überwacht und so die effizientesten Übergabepunkte festgelegt werden.
(Bild: IBM Research / USPTO)

"Unsere Erfinder konzentrieren sich darauf, die globale Auslieferung wertvoller Fracht zu verbessern" zitiert das Online-Portal Mashable einen Sprecher des Unternehmens. "Auf diese Weise könnten etwa Gelegenheiten entstehen, die es ermöglichen, Postpakete und Medizin auf direktestem Weg in Entwicklungsländer zu schicken."

Derzeit existieren diese Drohnen-Staffeln allerdings nur in Form eines Patents; eine Testphase besteht derzeit noch nicht. IBM sei allerdings zuversichtlich, dass sich ein solches System problemlos mit der aktuell existierenden Drohnen-Technologie umsetzen und testen ließe, so Mashable.

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