Oszilloskope der Serien 3 und 4 mit 12-Bit-Wandler

| Redakteur: Hendrik Härter

Oszilloskope: Nach den Serien 5 und 6 hat Tektronix jetzt die Serien 3 und 4 auf den Markt gebraucht. Sie alle verfügen über eine vertikale Auflösung von 12 Bit und sind mit einem großen Touchdisplay ausgestattet.
Oszilloskope: Nach den Serien 5 und 6 hat Tektronix jetzt die Serien 3 und 4 auf den Markt gebraucht. Sie alle verfügen über eine vertikale Auflösung von 12 Bit und sind mit einem großen Touchdisplay ausgestattet. (Bild: Tektronix)

Zwei neue Oszilloskop-Serien mit großem Touchdisplay, einem 12-Bit-A/D-Wandler sowie Bandbreiten bis 1,5 GHz hat Tektronix mit den Serien 3 und 4 vorgestellt.

Für Entwickler von Entwickler: Das klingt erst einmal wie ein typischer Marketing-Spruch. Doch Tektronix ist bei der Entwicklung der Oszilloskope der Serie 4 des Mixed-Signal-Oszilloskops und der Serie 3 des Mixed-Domain-Oszilloskops auf die Wünsche der Entwickler eingegangen. Wie bei dem großen Display, über das der Anwender gleich in die Anwendungen und notwendigen Funktionen einsteigen kann, anstatt sich durch viele Menüs und den Einstellungen zu klicken. Jetzt reicht laut Hersteller ein einfaches doppeltes Antippen auf den jeweiligen Messwert im Display.

Ein Blick auf die Details der Serie 4: Über das große Display können Anwender schnell wichtige Informationen angezeigt und können Signale untersuchen und analysieren. Das MSO der Serie 4 verfügt über ein Bedien-Display mit einer Diagonalen von 13,3 Zoll bei einer HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Bei der Bandbreite geht es bis zu 1,5 GHz neu ist der A/D-Wandler mit einer Auflösung von 12 Bit. Damit verbessert sich die vertikale Auflösung. Neben Tektronix bietet bisher nur Teledyne LeCroy einen A/D-Wandler mit 12 Bit aktuell auf den Markt. Was die vertikale Auflösung bedeutet, lesen Sie hier.

Bis zu sechs Eingänge

Außerdem ist das Oszilloskop der Serie 4 mit bis zu sechs Eingangskanälen und der von Tektronix entwickelten FlexChannel-Technik ausgestattet. Benötigen Entwickler mehr als vier analoge Eingangskanäle, so mussten sie bisher weitere Geräte koppeln, um die notwendige Anzahl an Kanälen zu erhalten. Mehr als vier Kanäle sind auch für das Design von Motorsteuerungen und Umrichtern, Automobilelektronik, Stromversorgungen sowie für Analysen bei der Energieumwandlung erforderlich. Im Gegensatz zu konventionellen Oszilloskopen bietet das MSOs der Serie 4 bis zu sechs dieser FlexChannel und damit erstmals umkonfigurierbare Eingänge für das Messgerät. Jeder Eingangskanal lässt sich durch Anschließen eines Logiktastkopfes von einem Analogkanal in bis zu acht Digitalkanäle umwandeln.

Für verschiedene Anwendungen bietet die Serie 4 eine Bandbreite ab 200 MHz und verschiedene Optionen. Dazu gehören Dekodier- und Analysefunktionen für serielle Signale, Arbiträr-/Funktionsgenerator oder DVM/Frequenzzähler. Mit der sogenannten Spectrum-View-Funktion kann der Anwender den Frequenzbereich mit Zeitkorrelation und unabhängig von der Einstellung des Spektrums analysieren. Weiterhin ist ein Leistungsanalyse-Paket erhältlich, um automatische AC-Line, Switching Device-, Ripple und Sequency-Measurments möglich.

Sowohl die Bandbreite als auch die Optionen sind von Seiten des Herstellers nachrüstbar. Alle Modelle bieten eine Abtastrate von 6,25 GS/s auf allen Analog- und Digitalkanälen. Die standardmäßige Aufzeichnungslänge liegt bei 31,25 MPoints und lässt sich auf 62,5 MPoints erweitern.

Serie 3 mit Spektrumanalysator

Die Serie 3 ist ein Mixed-Domain-Oszilloskop (MDO) und ist von Tektronix als Einstiegsgerät konzipiert. Im Gegensatz zur Serie 4 ist das Touchdisplay mit einer Diagonalen von 11,6 Zoll etwas kleiner, bietet aber ebenfalls volle HD-Auflösung. Zudem sind die Oszilloskope platzsparend: Sie benötigen weniger als 16 cm in der Tiefe auf dem Arbeitsplatz. Es deckt unterschiedliche Debugging- und Validierungsaufgaben ab. Integriert ist ein Spektrumanalysator bis 3 GHz mit einem getrennten HF-Eingang. Die Spezifikationen sind laut Hersteller ähnlich die eines separaten Spektrumanalysators. Sechzehn digitale Eingänge sind für Mixed-Signal-Analysen verfügbar. Debugging- und Trigger-Optionen für serielle Protokolle, optionale Leistungsmessungen und ein optionaler AFG runden die Oszilloskop-Serie ab. Wird das Gerät registriert, so erhält der Anwender kostenlos einen DVM/Frequenzzähler dazu.

Verfügbar ist die Oszilloskop-Serie 3 mit Bandbreiten von 100 MHz bis 1 GHz. Die Modelle verfügen über Abtastraten von 2,5 oder 5 GS/s auf allen Analog- und Digitalkanälen. Die standardmäßige Aufzeichnungslänge liegt bei zehn Abtastpunkten. Sowohl Bandbreiten als auch die Optionen sind laut Hersteller jederzeit nachrüstbar.

Es ist die Entfernung zwischen Frontseite des Oszilloskops und dem Messobjekt, um einen vollen Einblick in komplexe Schaltungen zu erhalten. Sowohl das MDO der Serie 3 als auch das MSO der Serie 4 nutzen die sogenannte TekVPI-Schnittstelle. Damit unterstützen die Messgeräte die gesamte Palette der differentiellen Spannungstastköpfe, aktiven Spannungstastköpfen und Stromtastköpfe von Tektronix. Aber auch die Power-Rail-Tastköpfe und optisch isolierten differentiellen Tastköpfe.

Das Oszilloskop und seine vertikale Auflösung

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