Oszilloskope: 12 Bit in der Mittelklasse

| Redakteur: Hendrik Härter

Der Oszilloskop-Hersteller Teledyne LeCroy setzt bei seinen Messgeräten konsequent auf einen A/D-Wandler mit einer Auflösung von 12 Bit. Aber das allein reicht nicht: Der gesamte Signalpfad muss diese Bandbreite auch übertragen. Wir sprachen mit Jens Scheuren von Teledyne LeCroy. Er ist als Regional Manager für Deutschland, Österreich und der Schweiz für den Vertrieb verantwortlich.

Herr Scheuren, warum setzt Teledyne LeCroy beim WaveRunner 8000HD konsequent auf 12-Bit-A/D-Wandler und sind weitere Oszilloskope geplant?

Teledyne LeCroy hat in 2011 eine neue Technologiestufe für Oszilloskope mit der HD4096 die 12-Bit Architektur geschaffen. Das bezieht sich nicht nur auf den A/D-Wandler, sondern auf die komplette Signal-Architektur. Es also nicht nur ein Versuch gewesen, on man die vertikale Auflösung verbessern kann, sondern die konsequente Entwicklung eines neuen Gerätetyps, bei dem der Anwender die Vorteile eine höheren Auflösung auf wirklich nutzen kann. Auf dieser Basis hat Teledyne LeCroy in den letzten Jahren verschiedene Geräteserien herausgebracht, welche die 12-Bit-Technik einsetzen und eine höhere Bandbreite bis zu einer größeren Kanalzahl bieten.

Unsere 12-Bit-Technologie bietet noch sehr viel Potential und deshalb wird man in Zukunft noch viele weitere 12-Bit-Oszilloskope von Teledyne LeCroy sehen.

Worin unterscheiden sich Ihre Geräte bezogen auf die Leistung von denen Ihrer Mitbewerber?

Bei der 12-Bit-Technik für Oszilloskope führen wir die Entwicklung voran. Unsere 12-Bit-Oszilloskope gehen keine Kompromisse ein. Dem Anwender steht die 12-Bit-Auflösung uneingeschränkt bei jeder Bandbreite, Abtastrate und Speichertiefe zur Verfügung. Die Systemarchitektur ist auf die höhere Auflösung ausgelegt und sorgt mit niedrigem Rauschen und höchster Genauigkeit dafür, dass man kleinste Details sicher erkennen kann.

Zusätzlich stehen Ingenieuren und Entwicklern unsere umfangreichen Analysetools zur Verfügung. Auch hier gibt es keine Kompromisse.

Der verbaute A/D-Wandler ist eine Eigenentwicklung. Warum nutzen Sie keine Standard-Produkte?

Mit den Erfahrungen, die wir in den Jahren mit unseren 12-Bit-Oszilloskopen gesammelt haben, war der Weg für die nächste Generation klar. Bei den ersten Geräten haben wir noch auf Wandler anderer Hersteller zurückgegriffen, die mit exzellenten Resultaten in unsere Architektur integriert wurden. Für die weitere Entwicklung waren jedoch Eigenschaften erforderlich, die uns so nicht zur Verfügung standen. Hier kamen uns die Möglichkeiten des Teledyne-Konzerns zu Hilfe, die es uns ermöglichten, einen 12-Bit-A/D-Wandler selbst zu entwickeln und zu fertigen, der genau unsere Anforderungen und Wünsche erfüllt.

Diese neue Plattform, die wir zuerst im WavePro HD eingesetzt haben und jetzt im WaveRunner 8000HD zu finden ist, bietet uns eine Fülle von neuen Möglichkeiten, auch für weitere Produktentwicklungen.

Wen sprechen Sie mit den WaveRunner 8000HD konkret an?

Es gibt viele Anwendungen in der Automobilindustrie und bei Embedded-Systemen, bei denen viele Signale miteinander interagieren und daher gleichzeitig überwacht und analysiert werden müssen. Denken wir an mehrphasige elektrische Antriebe in der Elektromobilität aber auch in der Medizintechnik. Autonome System erfordern eine Vielzahl von Sensoren und damit eine entsprechende Anzahl von Erfassungskanälen.

Der Wunsch unserer Kunden geht nach hoher Genauigkeit, der gleichzeitigen Nutzung einer Vielzahl an analogen und digitalen Kanälen und auch nach einer höheren Bandbreite. Der WaveRunner 8000HD erfüllt genau diese Anforderungen und sogar mehr, da sich zwei Instrumente zu einem System mit 16 analogen 12-Bit-Kanälen kombinieren lassen. Dazu kommen die digitalen Kanäle und mit dem SAM40-Modul können zusätzlich bis zu 24 analoge Sensoren mit 24-Bit-Auflösung erfasst werden. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten sind für einen Anwender immens.

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