Oszilloskop-Serie R&S RTP mit maximaler Bandbreite von 16 GHz

| Redakteur: Hendrik Härter

Rohde & Schwarz verdoppelt die maximale Bandbreite der High-Performance-Oszilloskope R&S RTP auf 16 GHz.
Rohde & Schwarz verdoppelt die maximale Bandbreite der High-Performance-Oszilloskope R&S RTP auf 16 GHz. (Bild: Rohde & Schwarz)

Gleich zwei neue Oszilloskop-Modelle bringt Rohde & Schwarz auf den Markt. Die Serie R&S RTP gibt es jetzt mit 13 und 16 GHz. Ein Upgrade aller Modelle auf 16 GHz ist möglich.

Bandbreiten von 13 und 16 GHz bieten die neuen Modelle aus der Serie R&S RTP von Rohde & Schwarz. Zu den technischen Spezifikationen der Oszilloskope gehören ein Serial-Pattern-Trigger mit hardwarebasierter Taktdatenrückgewinnung für Hochgeschwindigkeitssignale mit Datenraten bis 16 GBit/s sowie Signalintegritäts-Debugging und Konformitätstests für DDR4-Speicherschnittstellen. Darüber hinaus ermöglicht das Oszilloskop laut Hersteller auch Reflexions- und Transmissionsmessungen (TDR/TDT) im Zeitbereich zur Charakterisierung von und Fehlersuche an Signalleitungen.

Die Modelle R&S RTP134 mit 13 GHz und R&S RTP164 mit 16 GHz bieten je vier Kanäle mit bis zu 8 GHz bzw. zwei Interleaved-Kanäle bis zur jeweils vollen Gerätebandbreite. Alle Modelle lassen sich auf 16 GHz upgraden. Außerdem verfügen die Oszilloskope wie die Modelle bis 8 GHz über hohe Erfassungs- und Verarbeitungsraten und Echtzeit-Deembedding. Der digitale Trigger liefert mit bis zu 16-GHz-Bandbreite hohe Genauigkeit, wenn auch sehr kleine und intermittierende Signale erfasst werden sollen. Außerdem korrigiert das Gerät die Einflüsse von Messadaptern, Probes oder Messkabeln in Echtzeit und triggert auch auf die korrigierten Signale.

Pulsbreite, Setup & Hold und Runt

Es bietet dabei alle Triggerarten bis zur vollen Bandbreite an einschließlich Pulsbreite, Setup & Hold und Runt. Das Mathematikmodul schließt an den Echtzeit-Deembedding-Block an und eignet sich für die Fehlersuche an differenziellen Signalen und steht sowohl für die Datenerfassung als auch für Triggerfunktionen zur Verfügung.

Mit der Serial-Pattern-Trigger-Optionen R&S RTP-K140/K141 können Entwickler serielle Signale mit Datenraten von bis zu 16 GBit/s analysieren. Die Rückgewinnung des Takts für die Daten zur Triggerung erfolgt dabei in Echtzeit durch Hardware. Der Trigger unterstützt Bitmuster mit bis zu einer Länge von 160 Bit und Leitungscodes wie 8b10b oder 128b132b. Auf dem eingebetteten Takt basierende und mit dem Maskentest oder der Histogramm-Funktion analysierte Augendiagramme liefern innerhalb von Sekunden Ergebnisse.

DRAM-Speicherschnittstellen

Die Option R&S RTP-K93 für DRAM-Speicherschnittstellen unterstützt die Fehlersuche und Konformitätstests für die Standards DDR4, DDR4L und LPDDR4. Sie vereint mehrere Funktionen wie die Decodierung der Lese- und Schreibzyklen, die Darstellung von bis zu vier DDR-Datenaugen sowie automatisierte Konformitätstests gemäß den entsprechenden JEDEC-Standards.

Dank der I/Q-Modus-Option R&S RTP-K11 lassen sich modulierte Signale zur Analyse in I/Q-Daten umwandeln. Das entlastet den Erfassungsspeicher und erhöht die maximale Aufzeichnungszeit. Die R&S VSE Vector Signal Explorer Software eignet sich hervorragend für die detaillierte Analyse breitbandiger Radarsignale oder die Demodulation von Mobilfunksignalen, beispielsweise für 5G NR. Die I/Q-Daten lassen sich zudem von geeigneten externen Analysewerkzeugen zur proprietären Signalanalyse verwenden.

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