Oszilloskop: Serie 6 von Tektronix mit 8 GHz und vier Eingängen

| Autor / Redakteur: Mit Material von Tektronix / Hendrik Härter

Mit seiner neuen MSO-Serie 6 setzt Tektronix auf die bereits im Juni vergangenen Jahres vorgestellt Serie 5 auf. Das Gerät aus der Mid-Range-Klasse bietet 8 GHz und 25 GS/s auf den vier Eingängen.
Mit seiner neuen MSO-Serie 6 setzt Tektronix auf die bereits im Juni vergangenen Jahres vorgestellt Serie 5 auf. Das Gerät aus der Mid-Range-Klasse bietet 8 GHz und 25 GS/s auf den vier Eingängen. (Bild: Tektronix)

Nachdem Tektronix im letzten Jahr mit der Serie 5 eine komplett neue Oszilloskop-Serie vorgestellt hatte, präsentiert man jetzt die Serie 6. Sie bietet eine Bandbreite von 8 GHz und eine Abtastrate von 25 GS/s auf allen vier Kanälen. Ein Überblick.

Nachdem Teledyne LeCroy mit der Serie WavePro HD die Bandbreite bei der sogenannten Mid-Range-Klasse auf 8 GHz angehoben hat, bietet Tektronix die MSO-Geräte der Serie 6, die ebenfalls 8 GHz bietet. Die Abtastrate gibt Tektronix auf allen vier Eingangskanälen mit 25 GS/s an. Die Abtastrate erlaubt es einem Entwickler, gleichzeitig bis zu vier High-Speed-Signale zu untersuchen. Beispielsweise lassen sich ein DDR3-Takt und drei DDR3-Datenkanäle gleichzeitig betrachten und analysieren.

Die MSO Serie 6 verbessert seine rauscharmen Eingänge außerdem die Messsicherheit. Das gilt besonders für Einstellungen mit höchster Empfindlichkeit. Moderne Embedded-Designs setzen saubere, genau gesteuerte DC-Stromversorgungen für die ASIC- und FPGA-Bauteile voraus. Bei solchen Anwendungen sollen die Entwickler mit der Serie 6 die DC-Versorgungsleitungen mit verbesserter Auflösung und Genauigkeit messen können. Damit einher lassen sich hochfrequente Störer auf den Versorgungsleitungen eines Designs schneller ermitteln.

Hardware-Plattform identisch mit Serie 5

Wie bei der Serie 5 arbeitet auch bei der neuen Serie 6 ein A/D-Wandler mit 12 Bit im Gerät.
Wie bei der Serie 5 arbeitet auch bei der neuen Serie 6 ein A/D-Wandler mit 12 Bit im Gerät. (Bild: Tektronix)

Zum technischen Hintergrund: Die Serie 6 basiert auf der gleichen Plattform wie die Serie 5, die Tektronix im letzten Jahr vorgestellt hatte. Grundlage ist ein A/D-Wandler mit einer Auflösung von 12 Bit. Der verwendete ASIC ist eine exklusive Entwicklung ebenso wie Trigger oder die digitale Erfassung. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen der Serie 6 gehören ein kapazitiver 15,6" Touchscreen mit Zoom-Funktion, die FlexChannel-Eingänge, ein 12-Bit-A/D-Wandler mit einer vertikalen Auflösung von 16 Bit, ein komplett überarbeitetes Gehäusedesign und ein optionales Windows 10.

Um bei schnellen Signalen einen größeren Einblick zu erhalten, nutzt die Serie 6 ein neues rauscharmes Vorverstärker-ASIC: das TEK061. Es reduziert Störungen besonders bei Signalen mit Spitze-Spitze-Spannungen von wenigen Hundert Millivolt. Mit einer Abtastrate von 25 GS/s auf vier Kanälen bietet das Instrument eine 16-Bit-Auflösung bei 200 MHz im High-Res-Modus. Das bedeutet, dass die Entwickler nicht nur die Störsignale auf den Versorgungsleitungen sehen können.

Wie bei der Serie 5 lässt sich auch die Serie 6 mit einem integrierten AWG/Funktionsgenerator, einem bei Produktregistrierung kostenfreien DVM und einem triggerbaren Frequenzzähler sowie einer optionalen Protokollanalyse erweitern. Außerdem lässt sich das Betriebssystem auswählen. Und ebenfalls wie bei der Serie 5 verwandelt der Anschluss eines Logiktastkopfs TLP058 einen der vier FlexChannel-Eingänge des Instruments in acht Digitaleingänge. Die Serie 6 erlaubt auch ein Upgrade im Hinblick auf die Bandbreite, die sich mit einer einfachen Lizenzerweiterung von 1 bis auf 8 GHz erweitern lässt. Nach Angaben von Tektronix sind bei der Serie 5 und 6 eine Reihe von Funktionen verfügbar:

  • Optionale Dekodier- und Trigger-Unterstützung für CAN FD, MIL-STD-1553, ARINC429 und SENT-Bus,
  • optionaler Konformitätstest für Automotive Ethernet und USB 2.0,
  • eine Leistungsanalyse-Option mit bisher zwei kostenfreien Verbesserungen,
  • kostenfreie Funktionen: Segmentierter Speicher FastFrame und eine erweiterte Funktion für eine automatische Einstellung sowie
  • die Visual Trigger-Funktion und eine Option für den seriellen SPMI-Trigger, Decodier- und Suchfunktionen und einen MIPI-Leistungsmanagement-Bus.
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