Suchen

Oszilloskop: Serie 6 B mit bis zu acht Eingängen und 10 GHz

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit der erweiterten Serie 6 B bohrt Tektronix seine Oszilloskope auf bis zu acht analoge Eingänge und einer Bandbreite von 10 GHz auf. Passend dazu gibt es einen neuen TriMode-Tastkopf mit 10 GHz.

Firmen zum Thema

Die Oszilloskop-Serie 6 B von Tektronix bietet acht analoge Eingänge und eine vertikale Auflösung von 12 Bit.
Die Oszilloskop-Serie 6 B von Tektronix bietet acht analoge Eingänge und eine vertikale Auflösung von 12 Bit.
(Bild: Tektronix)

Die Mixed-Signal-Oszilloskope der Serie 6 sind seit gut zwei Jahren auf den Markt. Nach Einsteiger-Oszilloskopen bringt Tektronix in diesem September die Serie 6 B heraus. Liegt die Bandbreite bei der Serie 6 bei maximal 8 GHz und vier Eingängen, so bietet die neue Serie 6 B gleich 10 GHz und der Anwender hat die Auswahl zwischen vier, sechs oder acht analogen Eingängen. Verfügbar sind die Geräte mit Bandbreiten von 1; 2,5; 4, 6, 8 sowie maximal 10 GHz. Die Bandbreiten lassen sich per Software upgraden.

Im analogen Front-End arbeitet ein A/D-Wandler mit einer vertikalen Auflösung von 12 Bit und die Abtastrate beträgt bei zwei Kanälen 50 GS/s. Bei vier Kanälen beträgt die Abtastrate 25 GS/s und werden sechs oder acht Eingänge verwendet, dann sinkt die Abtastrate auf 12,5 GS/s pro Kanal. Seinen 12-Bit-A/D-Wandler verbaut Tektronix auch in seinen kleineren Modellen der Serien 3 und 4. Passend zur Serie 6 B und der Tastkopf-Schnittstelle TekVPI bringt das Messtechnik-Unternehmen seinen TriMode-Tastkopf TDP7710 heraus: Er bietet eine Bandbreite von 10 GHz und ist in der Lage, zwischen, Differenz- Gleichtakt- und Single-Ended-Messungen umzuschalten, ohne dabei den Tastkopf neu anschließen zu müssen.

Freie Wahl aus vier, sechs oder acht Eingängen

Die Serie MSO 6 B liefert eine Signaltreue, die bei 1 mV/Div und 1 GHz weniger als 51,1 µV Rauschen und bei 50 mV/Div und 10 GHz weniger als 1,39 mV Rauschen verursacht. Das Oszilloskop bietet laut Hersteller als einziges in der Bandbreite von mehr als 2 GHz vier, sechs oder acht analoge Eingänge. Jeder FlexChannel-Eingang kann mit einer TLP058 Logic Probe in acht digitale Kanäle umgewandelt werden.

Weiterhin bietet das MSO 6 B verschiedene Optionen, um die Protokolldekodierung, Konformitätsprüfung für serielle Standards, Jitter- und Leistungsanalyse zu vereinfachen. Eingebaute digitale Abwärtswandler (DDCs) hinter jedem Kanal ermöglichen die mehrkanalige Spektrumanalyse. Die Frequenzbereichsdarstellung wird mit den Wellenformen im Zeitbereich synchronisiert, um so eine Korrelation zwischen Ereignissen im Frequenz- und Zeitbereich zu ermöglichen. Optional ist ein Arbiträrgenerator integriert.

Neben den klassischen mechanischen Schaltern kann der Anwender das Oszilloskop über das kapazitive Touch-Display mit 15,6'' bedienen. Zudem bietet das Display eine Pinch-Zoom-Swipe-Funktion und verfügt über eine objektbezogene Drag-and-drop-Benutzeroberfläche. Zudem lässt sich das 10-GHz-Oszilloskop zwischen einem Windows 10 oder geschlossenen Betriebssystemen auf Basis von Linux umschalten, ohne Einbußen bei Leistung oder Benutzerfreundlichkeit hinnehmen zu müssen. Weiterhin ist eine austauschbare SSD vorhanden, die zusammen mit optionalen Sicherheitslizenzen einen sicheren Umgebung des Messgerätes ermöglicht und so Cybersicherheitsbedrohungen minimiert.

Die verschiedenen Einsatzgebiete

Das Oszilloksop der Serie 6 B lässt sich in der Leistungsmesstechnik einsetzen: Dazu bietet es verschiedene Probes und die acht Eingänge eignen sich für Untersuchungen an Power-Management ICs. Außerdem lassen sich Stromquellen nach Interferenzen hin begutachten. Im Automobil-Umfeld stehen die seriellen Busse CAN, CAN-FD, LIN, FlexRay, SENT, PSI-5 oder 100BASE-T1 zur Verfügung. Außerdem eignet sich das Oszilloskop zum untersuchen von Automotive Ethernet, um Signale zu separieren und Analysen nach PAM 3 oder PAM 4 zu ermitteln. Bis 10 GHz erfasst das Messgerät hochfrequentes Rauschen auf den Leitungen. Schließlich findet die Serie 6 B noch Einsatz in der Luft- und Raumfahrt sowie Militär. Hier unterstützt das Oszilloskop mit Standards wie MIL-STD-1553, ARNIC429 oder dem SpaceWire-Decoding. Außerdem können Anwender auf eine Mehrkanal-Spektrumanalyse zurückgreifen und dank des auswechselbaren SSD-Speichers sind auch kritische Daten vor einem Missbrauch geschützt.

Weitere Informationen zur Oszilloskop-Serie 6 (externer Link).

(ID:46839310)