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Wachstumsprogramm Osram will bis 2020 kräftig investieren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Bis zum Jahr 2020 will Osram rund 3 Milliarden Euro investieren. Neben Forschung und Entwicklung soll eine neue Chipfabrik gebaut werden.

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Bis zum Jahr 2020 will Osram bis zu 3 Mrd. Euro investieren.
Bis zum Jahr 2020 will Osram bis zu 3 Mrd. Euro investieren.
(Bild: Osram)

Der Lichtspezialist will bis zum Jahr 2020 rund drei Milliarden Euro in neue Techniken und Anwendungen investieren. Davon allein rund zwei Milliarden für Forschung und Entwicklung. Geplant ist auch, eine neue Chipfabrik in Malaysia zu bauen. Dafür sind rund eine Milliarde Euro eingeplant.

Nachdem sich das Lichtunternehmen strategisch neu aufgestellt hat und das Lampengeschäft für einige hundert Millionen Euro verkauft werden soll, beginnt jetzt nach Worten von Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der Osram Licht AG, die Phase „der Innovations- und Wachstumsinitiative“. Geld will Osram künftig mit LED-Chips und der Autobeleuchtung verdienen. Dazu hat man das Programm „Diamond“ entwickelt. Es umfasst mehrere Strategien.

Das Segment optische Halbleiter wird in einem ersten Schritt rund 370 Millionen Euro in den Bau einer neuen LED-Chipfabrik in Kulim, Malaysia investieren. Bis 2020 sind dann rund 1 Mrd. Euro vorgesehen. Mit diesem Werk wird die weltweit größte und modernste 6-Zoll-LED-Chip-Fertigung entstehen. Die Grundlagen wurden allerdings in Regensburg entwickelt.

Laserlicht und OLED-Beleuchtung

Investiert werden soll auch in der Spezialbeleuchtung: Osram bietet in der Automobilbeleuchtung serienreife Lasermodule für Frontscheinwerfer. Auch der Einbau von OLEDs in der Heckbeleuchtung steht kurz vor dem breiten Einsatz im Fahrzeug. Bis 2025 erwartet das Unternehmen bei der Laser- und OLED-Beleuchtung im Auto ein Volumen von 1,1 Milliarden Euro.

Komplexe Lichtlösungen will Osram im neuen Segment Lighting Solutions & Systems (LSS) anbieten. Hier setzt man auf den Ausbau der Elektronik- und Softwarekompetenz. Dazu schafft das Unternehmen neue Kapazitäten für elektronische Vorschaltgeräte und Lichtmanagement-Systeme.

Osram will die Technologieführerschaft

Osram gibt seiner Forschung und Entwicklung neuen Schub: Das Unternehmen investiert in „Smart Cities“ und die drahtlose Fernsteuerung von Lichtquellen sowie die erwähnten Laser- und OLED-Techniken. Die Forschungsquote liegt bei konstant 6 Prozent. Im kommenden Jahr soll diese bei 9 Prozent liegen.

Mit der eingeleiteten Initiative „Diamond“ peilt Osram einen Umsatz zwischen 5 und 5,5 Milliarden Euro an. Nachdem das Lampengeschäft selbstständig agiert, entspricht das einem jährlichen Wachstum von rund 8 Prozent. Das Lampengeschäft schreibt rote Zahlen. Es gäbe allerdings viele „Kaufinteressenten aus China und anderen Ländern", fasste es Berlien zusammen. Vom Verkauf betroffen sind die Standorte Augsburg, Eichstätt, Berlin und andere deutsche Standorte mit ungefähr 2000 Mitarbeitern. Im Ausland kommen noch einmal 9000 Mitarbeiter hinzu.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände soll bei 0,9 bis 1 Milliarde Euro liegen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 9 Prozent.

Mit Material von dpa

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