Osram wächst kräftig und plant Joint Venture mit Continental

| Redakteur: Hendrik Härter

Osram und Continental planen ein gemeinsames Joint Venture: Ziel ist es, Lichttechnik mit Elektronik und Software zu kombinieren und intelligente Lichtlösungen für die Automobilindustrie und Scheinwerferhersteller zu entwickeln, zu produzieren und schließlich zu vermarkten.
Osram und Continental planen ein gemeinsames Joint Venture: Ziel ist es, Lichttechnik mit Elektronik und Software zu kombinieren und intelligente Lichtlösungen für die Automobilindustrie und Scheinwerferhersteller zu entwickeln, zu produzieren und schließlich zu vermarkten. (Bild: Continental)

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Osram kräftig wachsen und seinen Umsatz steigern. Besonders stark ist das Unternehmen im Automobilmarkt. Hier bahnt sich eine vielversprechende Zusammenarbeit an.

Eine anhaltend hohe Nachfrage nach Hightech-Produkten: Das ist ein Grund, warum Osram seinen Umsatz im Jahr 2017 um gut acht Prozent auf über vier Milliarden Euro steigern konnte. Das Ergebnis nach Steuern erreichte 275 Mio. Euro. Auch die Aktionäre dürfen sich freuen: Der Vorstand schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor.

Zwei Jahre nach dem Start der Innovations- und Wachstumsinitiative „Diamond“ ergibt sich eine erfreuliche Zwischenbilanz: Die Strategie stimmt. Osram wird sein Wachstum im Geschäftsjahr 2018 trotz negativer Währungseinflüsse und Investitionen fortsetzen und visiert einen gestiegenen Umsatz um 5,5 bis 7,5 Prozent an.

Einsatz von LEDs im Auto

Bereits zwei Drittel des Umsatzes basieren auf Produkten mit optischen Halbleitern. Als Basis für ein nachhaltig profitables Wachstum investiert Osram weltweit in seine Standorte und Technologien. Diese Ausgaben und Gegenwind aus der Währungsentwicklung werden das laufende Geschäftsjahr prägen.

Die Wachstumstrends und die operative Stärke von Osram Opto Semiconductor halten unvermindert an. Die Anlaufkosten des Werks in Kulim sowie Währungseffekte werden sich 2018 auf die operative Rendite auswirken. Specialty Lighting wächst durch den verstärkten LED-Einsatz im Automobil. Das größte Wachstum kam zuletzt aus dem asiatischen Raum.

Allerdings ist die Entwicklung im Segment Lighting Solutions & Systems weiterhin nicht zufriedenstellend. Der Vorstand hat Maßnahmen ergriffen und lotet mit einem neuen Management in der Leuchtensparte (LS) sämtliche Optionen aus. Eine Entscheidung wird im laufenden Geschäftsjahr fallen.

Joint Venture mit Continental

Osram und Continental sind bei der geplanten Zusammenarbeit im Automobilumfeld mit der Festlegung der finanziellen Eckdaten einen großen Schritt weitergekommen. Für das 50:50-Joint-Venture unter dem Namen Osram Continental GmbH mit rund 1500 Mitarbeitern und weltweit 17 Standorten wird ein Jahresumsatz im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich angestrebt. Als designierte Geschäftsführer wurden von Osram Dirk Linzmeier (CEO) und von Continental Harald Renner (CFO) benannt.

Das Joint Venture wird nach dem Start als eigenständiges Unternehmen am Markt agieren. Es stehen jetzt noch die bindenden Verträge und die erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigungen aus.

Ziel des Joint-Ventures ist es, Lichttechnik mit Elektronik und Software zu kombinieren und intelligente Lichtlösungen für die Automobilindustrie und Scheinwerferhersteller zu entwickeln, zu produzieren und schließlich zu vermarkten. Bereits heute wachsen Licht und Elektronik im Auto immer weiter zusammen: So erfassen beim blendfreien Fernlicht Sensoren den Gegenverkehr und blenden dort den Lichtkegel partiell ab; auch viele Fahrassistenz-Systeme arbeiten mit Infrarot-Sensorlicht von Osram.

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