LED/OLED in der Beleuchtung Osram präsentiert eine LED im Glühlampendesign aus Deutschland

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Sie soll eine 40-Watt-Glühlampe ersetzen, sparsamer sein und eine mittlere Lebensdauer von 25.000 Stunden bieten – die LED-Retrofit von Osram. Außerdem präsentiert der Lichtspezialist auf der light + building noch eine OLED mt 65 Lumen/Watt und eine Leuchtstofflampe zum Aufrollen.

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Die PrevaLED Linear Flex lässt sich einrollen und erleichtert die Montage. Das ist eine Lösung, die Osram auf der light + building präsentieren wird.
Die PrevaLED Linear Flex lässt sich einrollen und erleichtert die Montage. Das ist eine Lösung, die Osram auf der light + building präsentieren wird.
(Osram)

Es lässt sich streiten ob eine LED in Glühlampenform sinnvoll ist. Denn LEDs revolutionieren nicht nur die Art der Beleuchtung, sondern auch wie das Licht entsteht. Um allerdings die LED für den Massenmarkt tauglich zu machen, ist die klassische Bauform mit einem E27-Gewinde eine Zwischenlösung. Das von Osram präsentierte Modell soll Leuchtmittel mit 40 Watt ersetzen. Die lokale Produktion ist dabei Teil des strategischen Ansatzes, LED-Lampen nah an den jeweiligen Märkten, also beispielsweise in Europa für Europa, herzustellen. Technologisches Highlight der Lampe ist ihre Größe: Der 40-Watt-Ersatz wird genauso klein sein wie sein Glühlampen-Äquivalent und damit in jede Leuchte passen, in der vorher eine Glühlampe leuchtete. Die Lampe mit dem Namen LED Superstar ist dimmbar, ihre mittlere Lebensdauer liegt bei 25.000 Stunden und Osram gibt vier Jahre Garantie auf das Produkt. Die unverbindliche Preisempfehlung wird in Deutschland unter zehn Euro liegen.

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OLED-Leuchte ist effizienter als Energiesparlampe

Weiterhin präsentiert der Leuchtenhersteller eine OLED, die Leuchten mit LED-ähnlicher Effizienz ermöglicht. Effizienz ist einer der Kernfaktoren auf dem Weg, der OLED-Beleuchtung zum Durchbruch zu verhelfen. Die neue Generation der OLED-Panels Orbeos erreicht zwar mit 65 Lumen pro Watt nicht die Werte von LED-Chips, ist aber bereits effizienter als Energiesparlampen. Zudem benötigen LED für den Einsatz in der Leuchte Optiken, die entblenden und das Licht lenken. Diese kosten – abhängig von der Qualität der Leuchte – Effizienz. Rechnet man diese ein, fällt der Vorsprung der Leuchtdioden geringer aus.

Um einen Vorgeschmack auf den Einsatz von OLED in der Allgemeinbeleuchtung zu geben, wird Osram auf der light+building eine OLED-Leuchte präsentieren, die Werner Aisslinger, kürzlich durch die Zeitschrift „Architektur & Wohnen“ zum „Designer of the Year 2014“ gekürt, entworfen hat. Die abgehängte Leuchte in edler Optik ist mit 16 rechteckigen OLED-Panels ausgestattet. Sie zeigt, dass OLED zwar zunächst nicht im Großraumbüro zu finden sein wird, aber durchaus funktionale Aufgaben übernehmen kann. Sie eignet sich besonders für den Einsatz in Konferenzräumen und Hotellobbies.

Eine Leuchtstofflampe zum Aufrollen

Mit der Prevaled Linear Flex präsentiert Osram eine LED-Light-Engine, die den Arbeitsaufwand bei der Montage von LED-Leuchten und damit deren Kosten merklich senkt. Hintergrund ist, dass aktuell viele Leuchten in zwei Versionen hergestellt werden: Eine mit Leuchtstofflampe, eine mit LED. Während die Leuchtstofflampe dabei sehr einfach über Fassungen montiert wird, verursacht die LED-Montage einen deutlich höheren Aufwand – müssen doch immer gleich mehrere Module eingeschraubt werden, weil sie standardmäßig deutlich kürzer sind. Prevaled Linear Flex löst dieses Problem: Es wird auf einer 28-Meter-Rolle geliefert und kann vom Leuchtenhersteller auf die gewünschte Länge gekürzt werden.

Anschließend wird es zum Beispiel einfach in die Leuchte eingeklebt. Die Montage wird ähnlich einfach wie beim Leuchtstofflampen-Pendant. Durch seine biegsame Bauart eröffnet Prevaled Linear Flex zudem auch Möglichkeiten neuer Leuchtendesigns – also organisch-geformte Leuchten mit LED-typisch hoher Effizienz.

Ein künstlicher Himmel im Büro

Mit der Arktika-P Biolux stellt Osram eine Büroleuchte vor, die einen künstlichen Himmel im Büro erzeugt. Das Konzept der Leuchte basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass ein Rezeptor im Auge für die Steuerung unserer inneren Uhr verantwortlich ist. Dieser reagiert auf Lichtfarben – das kältere Licht des Morgenhimmels aktiviert uns, das wärmere, weniger blaue Licht während des Sonnenuntergangs lässt uns zur Ruhe kommen.

Beides ist wichtig, damit wir nachts gut schlafen und tagsüber fit sind. Die Arktika-P Biolux holt die Tageslichtwirkung ins Büro. Sie beleuchtet direkt die Arbeitsfläche und abhängig von der Tageszeit indirekt die Decke – das Ganze mit zwei unterschiedlichen Lichtfarben und individuell steuer- bzw. dimmbar. Wie der höhenverstellbare Schreibtisch den Rücken, so hält die Arktika-P Biolux den Geist des Mitarbeiters fit – und sorgt damit dafür, dass er konzentriert ans Werk gehen kann.

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