LED-Fertigung

Osram expandiert in China mit einem Montagewerk für LEDs

| Redakteur: Hendrik Härter

Osram will bis Ende 2013 im chinesischen Wuxi ein Montagewerk für LEDs errichten und bis zu 1600 Mitarbeiter beschäftigen. Damit reagiert das Unternehmen auf Prognosen von Marktforschern, die ein anhaltendes Wachstum von Optohalbleitern von jährlich 5% vorhersehen.

Hier sollen in der Endausbaustufe einmal 1600 Mitarbeiter arbeiten: Osram hat mit dem Wuxi New District Administrative Committeee einen Vertrag für den Bau einer Fertigungsstätte in der chinesischen Provinz Jiangsu unterzeichnet. Ende 2013 sollen die LED-Chips in ihre Gehäuse eingebaut werden - das sogenannte Backend. LED-Chips werden weiterhin ausschließlich in Regensburg und Tenang gefertigt - das Frontend.

Im Zuge der stark wachsenden Nachfrage nach Produkten auf LED-Basis schafft Osram neben den Chipfertigungen im deutschen Regensburg und im malaysischen Penang weitere Fertigungskapazitäten im chinesischen Wuxi. Das Unternehmen stärkt und verbessert damit seinen Zugang zum weltweit größten Einzelmarkt der Lichtbranche. Der Produktionsstart der neuen Fertigung ist für Ende 2013 geplant. In der Endausbaustufe sollen dort bis zu 1600 Mitarbeiter beschäftigt sein.

Chinesischer Standort für das Backend zuständig

Am neuen Standort Wuxi nahe Shanghai werden künftig die in Regensburg und in Penang produzierten LED-Chips in Gehäuse verbaut. Weiter ergänzt die neue Fertigungstätte in Wuxi das Werk in Penang bei der Herstellung von Produkten für Schlüsselsegmente des chinesischen Marktes wie Anwendungen in der Allgemeinbeleuchtung, Automobil und Industrie. Die Produktion in Wuxi schafft somit weitere LED-Backend-Kapazitäten für die Teilnahme am starken Marktwachstum in China und stärkt zusätzlich die beiden Standorte in Deutschland und Malaysia.

LED-Markt soll weltweit jährlich um 5 Prozent wachsen

Marktforscher von IMS Research sagen Optohalbleitern, wie beispielsweise LED-Komponenten oder Laserdioden ein starkes Wachstum voraus: Weltweit wird in den kommenden Jahren ein durchschnittliches Wachstum von jährlich rund 5% erwartet. Dabei soll China im selben Zeitraum mit durchschnittlich rund 10% am stärksten wachsen. Aber nicht nur bei den Komponenten besteht großes Wachstumspotenzial: Einer McKinsey-Marktstudie zufolge hat die schnell wachsende asiatische Region im Bereich der Allgemeinbeleuchtung bereits heute einen weltweiten Anteil von rund 35% – bis 2020 sollen es 45% sein. Alleine der chinesische Lichtmarkt soll sich von heute über 8 Mrd. Euro bis 2020 mehr als verdoppeln.

In der Gesamtregion Asien-Pazifik erwirtschaftete Osram im Geschäftsjahr 2011 rund ein Fünftel seines Konzernumsatzes. Das Unternehmen beschäftigt hier über 16.000 Mitarbeiter – mehr als in jeder anderen Region der Welt – davon gut die Hälfte in China. Hier ist Osram mit seinen Produkten seit rund 80 Jahren vertreten und deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab.

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