Organische Elektronik in der Medizin – ein Trendbericht

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Vernetzung heute und morgen

Insbesondere im Bereich Prothetik schreitet die Vernetzung von Mensch und Maschine zurzeit rasch voran. Cochlea-Implantate für Taube gelten heute schon als Routineeingriff. Erste Erfolge beim Einsatz von Retina-Implantaten lassen auch Blinde hoffen. Erste Tests mit „fühlenden“ Hand- oder Fußprothesen wurden von den Probanden begeistert aufgenommen.

Auch Gehirnforscher und Neurologen gehen neue Wege, indem sie schonendere Nervensonden entwickeln. Innovative Materialien, wie leitende und halbleitende Polymere, werden diesen Zweig der Medizin 4.0 in den kommenden Jahren beflügeln.

Vor allem aber ist es der intensive interdisziplinäre Austausch zwischen Werkstoff- und Lebenswissenschaftlern, Ingenieuren und Klinikern, der es ermöglicht, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zügig in die Praxis umzusetzen. Die Hector Fellow Academy ist hierbei ein Bindeglied, das diesen Austausch auf mehreren Ebenen fördert.

Medizin 4.0 hat viele Gesichter

Fazit: Die Digitalisierung in der Medizin hat viele Gesichter. Dabei ist die Vernetzung von Mensch und Maschine ein Thema, das dank innovativer Werkstoffe und intelligenter Elektronik zurzeit enorme Impulse erlebt. Den Startpunkt für diesen Zweig der Medizin setzte 1958 der erste voll implantierbare Herzschrittmacher.

Seither rettet dieses kleine Gerät jedes Jahr hunderttausenden von Menschen das Leben. In Zukunft sollen elektronische, mit dem lebenden Organismus gekoppelte, Implantate, Sonden und Prothesen langlebiger, verlässlicher und bioverträglicher werden.

Neue Generationen von Cochlea- und Retina-Implantaten werden einen besseren Hör- und Seheindruck vermitteln, Hirnsonden werden in Zukunft schonend von der Hirnoberfläche statt aus der Tiefe Nervensignale empfangen und senden, Prothesen werden durch Gedanken gesteuert und Tasteindrücke übertragen.

Aber der Begriff Medizin 4.0 steht auch für die ganzheitliche Vernetzung des Gesundheitswesens. Darunter fallen zum Beispiel der effiziente und sichere Austausch von Daten zwischen Hausarzt, Patient und Fachärzten oder dem Krankenhaus. Telemedizin, E-Health und BigData sind hier die Schlagworte, die Medizin 4.0 prägen.

Dieser Artikel basiert auf einem Trendbericht anlässlich des Symposiums „Medizin 4.0 – Organische Elektronik in der modernen Medizin“ der Hector Fellow Academy in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden am 6. Juli 2017 in Dresden.

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