TÜV Rheinland

Ohne regulatorischen Druck geht es im Internet der Dinge nicht

| Redakteur: Franz Graser

Olaf Siemens, Global Vice President für Information Security beim TÜV Rheinland. Seiner Einschätzung nach brauchen Hersteller von IoT-Geräten und Netzwerkbetreiber reegulatorischen Druck von Seiten des Staates.
Olaf Siemens, Global Vice President für Information Security beim TÜV Rheinland. Seiner Einschätzung nach brauchen Hersteller von IoT-Geräten und Netzwerkbetreiber reegulatorischen Druck von Seiten des Staates. (Bild: Lothar Wels 2014)

Das Internet der Dinge und die Industrie 4.0 werfen ihre Schatten voraus. Wesentliche Sicherheitsfragen sind aber vor allem im Industriebereich noch ungeklärt. Der TÜV Rheinland fordert daher verlässliche regulatorische Standards auf nationaler und europäischer Ebene.

IT-Lösungen zur Fernwartung von Anlagen und Maschinen, intelligente Produktionsanlagen und sich selbst steuernde Prozesse, eine noch stärkere Verknüpfung von kaufmännischen mit produktionsnahen Systemen, modernere Automatisierungslösungen: Maschinen und Werkstücke übernehmen bald viele Entscheidungen selbständig, indem sie Daten austauschen.

Im Hinblick auf den Automatisierungsgrad liegt Deutschland heute schon europaweit an der Spitze und belegt weltweit Platz 3. Das geht aus einem Thesenpapier des TÜV Rheinland zum Thema Informationssicherheit hervor.. Wenn es um die „Innovation Readyness“ für Industrie 4.0 gehe, sei die Automobilindustrie in Deutschland klar der Motor der Entwicklung.

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Vordergründig sind das gute Nachrichten. Doch nach Einschätzung des TÜV Rheinland warten noch viele Sicherheitsfragen auf Lösungen. „Wenn sich der Produktionsbetrieb selbst organisiert, wenn das Auto, ausgestattet mit einem RFID-Chip, sich selbst über die Produktionsstraße navigiert und Informationen über seinen Endzustand und seinen nächsten Fertigungsschritt an Maschinen und die Logistik kommuniziert, dann entstehen neue Verwundbarkeiten“, beschreibt Olaf Siemens, Global Vice President für Informationssicherheit beim TÜV Rheinland, die Situation.

„Die damit verbundenen Sicherheitsfragen sind ungelöst, das Vertrauen in die Sicherheit innovativer Lösungen in Deutschlands Mittelstand und im produzierenden Gewerbe noch gering. Die Gründung eines Bündnisses der Bundesregierung mit dem Thema „Zukunft der Industrie“ ist ein richtiger, aber eben nur ein Schritt in die richtige Richtung“, meint TÜV-Sicherheitsexperte Siemens.

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