Ohne offene Plattformen läuft nichts im Smart Home

| Redakteur: Hendrik Härter

Smart Home als Chance für deutsche Unternehmen: Damit alle Marktteilnehmer eine Chance haben, ist eine offene Plattform essentiell.
Smart Home als Chance für deutsche Unternehmen: Damit alle Marktteilnehmer eine Chance haben, ist eine offene Plattform essentiell. (Bild: eco - Verband der Internetwirtschaft)

Der deutsche Smart-Home-Markt soll bis 2022 auf ein Volumen von bis zu 4,3 Mrd. Euro wachsen. Damit das klappt, sind offene Plattformen und vernetzte Dienstleistungen notwendig.

Kaum hat die IFA 2017 ihre Tore geschlossen, schon tauchen Zahlen über das dieses Jahr auf der Messe beliebte Thema Smart Home auf.

Laut der Studie „Der deutsche Smart-Home-Markt 2017 bis 2022. Zahlen und Fakten“ vom eco – Verband der Internetwirtschaft und Arthur D. Little liegt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate in den kommenden fünf Jahren bei 26,4 Prozent.

Bis 2022 acht Mio. deutsche Haushalte

Die höchsten Umsätze werden in den beiden Marktsegmenten Energiemanagement mit 1,3 Mrd. Euro sowie Licht- und Fenstersteuerung mit 1,2 Mrd. Euro generiert. Insgesamt sechs Segmente untersucht die Studie: Dazu gehören auch Sicherheit und Zugangskontrolle, Unterhaltung, Gesundheit und betreutes Wohnen sowie Haushaltsgeräte. Von den aktuell zwei Millionen Haushalten soll die Marktdurchdringung bis 2022 auf acht Millionen deutsche Haushalte steigen und sich somit vervielfachen. Das Angebot reicht dabei vom Fenstersensor über digitale Sprachassistenten und Staubsaugerroboter bis hin zu intelligenten Spiegeln.

„Im Smart Home sind alle Geräte im und ums Haus vernetzt und interagieren untereinander“, sagt eco Geschäftsführer Harald A. Summa. „Das Internet bildet dafür die Grundlage, denn es verbindet die Geräte miteinander und ermöglicht ihnen den Datenaustausch. Die Intelligenz hingegen entsteht die die Analyse von Nutzungs- und die Kombination mit Kontextdaten zur Verbesserung der Funktionalität und Steigerung der Benutzerfreundlichkeit.“

Firmen als Teil eines Ökosystems

Über Sprachassistenten lassen sich Smart-Home-Anwendungen mit natürlicher Sprache steuern. Systeme wie Alexa oder Google Home kombinieren künstliche Intelligenz, angebunden an Hausgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Überwachungsanlagen. Das sorgt für dynamisches Wachstum: Während klassische große Branchen der deutschen Wirtschaft wie Elektro- und Maschinenbau von 2010 bis 2015 nur um jährlich 0,5 bis 6 Prozent wachsen, wird für den Smart-Home-Markt in den kommenden Jahren ein Wachstum von jährlich 27 Prozent erwartet. Noch stehen sich die Firmen selbst im Weg: Sie müssen für das Wachstum Teil eines Ökosystems werden.

Ziel aller Beteiligten im Ökosystem sollte es sein, eine offene Plattform bereitzustellen, um allen Marktteilnehmern Zugang zum eigenen Produkt zu bieten, damit neue vernetzte Systeme entstehen können. Auch bei der smarten Software gibt es Aufholbedarf. Die bereitgestellte Hardware ist gut, aber die smarte Anwendung nur bedingt benutzerfreundlich. Die Macher der Studie empfehlen, den Sourcecode preiszugeben.

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