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Offenes Betriebssystem für intelligente Leistungstransformatoren

Redakteur: Johann Wiesböck

Mit dem Embedded Transformer Operating System ETOS bieten die Maschinenfabrik Reinhausen eine offene Systemlösung zur zuverlässigen Überwachung, Steuerung und Digitalisierung von Leistungstransformatoren.

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ETOS ist eine offene Systemlösung zur Automatisierung von Leistungstransformatoren. Es besteht aus Überwachungs- und Schutzeinrichtungen, intelligenten Sensoren, Feldgeräten zur Steuerung, Regelung und Überwachung, einem übergeordneten Flotten-Monitoring sowie sämtlichem Anbauzubehör zur Kommunikation.
ETOS ist eine offene Systemlösung zur Automatisierung von Leistungstransformatoren. Es besteht aus Überwachungs- und Schutzeinrichtungen, intelligenten Sensoren, Feldgeräten zur Steuerung, Regelung und Überwachung, einem übergeordneten Flotten-Monitoring sowie sämtlichem Anbauzubehör zur Kommunikation.
(Bild: Maschinenfabrik Reinhausen)

Transformatorenflotten werden immer älter, sie erfordern ein intelligentes Management kritischer Anlagen und ein sich ändernder Erzeugungsmix macht den Netzbetrieb komplexer. Wie damit umgehen? Die Lösung liegt im Einsatz intelligenter Betriebsmittel. Mit dem Embedded Transformer Operating System ETOS bietet die Maschinenfabrik Reinhausen (MR) eine offene und modulare Systemlösung zur Überwachung, Steuerung, Regelung und Digitalisierung von Leistungstransformatoren. Es ist das weltweit erste offene Betriebssystem für smarte Transformatoren.

Aktuell ist eine Vielzahl an Sensor- und Monitoring-Systemen zur Überwachung von Leistungstransformatoren auf dem Markt. Die Klärung einer technischen Spezifikation und die Anbindung und Integration am Transformator stellt eine enorme Herausforderung dar. Daneben spielen Themen wie die Dezentralisierung der Energieerzeugung, steigende Anforderungen an die Cybersicherheit und steigender Kostendruck eine immer größere Rolle.

Das Embedded Transformer Operating System ETOS liefert eine digitale Kommunikationsschnittstelle am Transformator. Je nach Kundenanforderung können Funktionen aus den Bereichen Laststufenschalterantrieb, Steuerung und Überwachung modular integriert werden. ETOS kann in jede Umgebung integriert oder nachgerüstet werden, an einem einzelnen Transformator oder einer größeren Flotte. Die Vorteile der Systemlösung im Überblick:

  • Steuerung- und Überwachung am Transformator,
  • Zentrale Kommunikationsschnittstelle und Datenintegrator für analoge und digitale Signale und Informationen,
  • Schaltschrank zur Optimierung der Wertkette ohne Erhöhung der Gesamtkosten,
  • Offen für jegliche Fremdsensoren,
  • modulare und funktionsintegrierte Systemlösung.

Die Maschinenfabrik Reinhausen verfügt über 45 Jahre Erfahrung mit elektronischen Systemen am Transformator. Die verwendete ISM-Technologie kommt mit alle denkbaren Umgebungsbedingungen am Transformator zurecht und stellt eine lange Lebensdauer (mindestens 15-20 Jahre) und Zuverlässigkeit sicher. Das Angebot der Firma umfasst auch Beratung, Auswahl geeigneter Bauform sowie das Engineering des Schaltschranks. Mehr Infos finden Sie unter www.reinhausen.com/de.

Die Geschichte der Maschinenfabrik Reinhausen

Im Regensburger Ortsteil Reinhausen befindet sich die Keimzelle der Maschinenfabrik Reinhausen. Seit der Gründung im Jahre 1868 wurden Spaltgattersägen zur Holzbearbeitung hergestellt. Andreas Scheubeck firmierte das Unternehmen 1901 in Maschinenfabrik Reinhausen (MR) um. Dr.-Ing. Bernhard Jansen erfand 1926 den Widerstandsschnellschalter, mit dessen Hilfe das Übersetzungsverhältnis von Transformatoren unter Last unterbrechungslos geändert werden konnte. In Zusammenarbeit mit den Brüdern Oskar und Richard Scheubeck wurde das Produkt als „REINHAUSEN-Stufenschalter“ weltbekannt. Das Ende des 2. Weltkriegs brachte einen Nachfrageboom bei Stufenschaltern. 1953 errichteten Oskar und Richard Scheubeck eine moderne Fabrik, die in den Folgejahren kontinuierlich erweitert wurde.

Eine konsequente Internationalisierung des Unternehmens setzte weitere Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens. Bereits 1980 wurde die erste Tochtergesellschaft in Brasilien gegründet. Seit dieser Zeit baute man die Internationalität mit heute über 20 Tochtergesellschaften weltweit aus.

Auch Innovationen bei Produkten und in Prozessen trugen zur Erfolgsgeschichte bei. 1973 brachte die Maschinenfabrik Reinhausen den ersten Öl-Laststufenschalter auf den Markt. Im Jahr 2000 erfolgte der Technologiesprung in die Vakuumtechnik. Ein Vielzahl von Patenten, Lizenzvergaben oder in der jüngeren Vergangenheit die Eröffnung eines neuen Versuchszentrums 2007 in Regensburg zeigen den besonderen Schwerpunkt bei Innovationen auf.

Mit der Übernahme der Blindleistungskompensation Mittelspannung von der Siemens AG 1997 und der Niederspannungs-Kompensationsanlagen von der AEG 2003 sowie dem Erwerb der Messko Albert Hauser GmbH und Co. KG 1999 erfolgte eine kontinuierliche Ausweitung des Geschäfts in der Energietechnik. Zusammen mit den weiteren Unternehmen der Reinhausen Gruppe bildet man seit 1868 bis heute ein unabhängiges Familienunternehmen.

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