T-Engine

Offener Betriebssystem-Standard erobert Asien

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Tools, Lizensierung, Forum

Für die T-Engine Plattform gibt es diverse Entwicklungsumgebungen von verschiedenen Anbietern wie z.B. eSOL. ICE Hardware Debugger sind ebenfalls verfügbar.

Der T-Kernel Quelltext ist kostenfrei unter den T-License-Bedingungen erhältlich und kann von der Web-Seite des T-Engine-Forums geladen werden. Die Lizenzbedingungen erlauben es, anders als bei Open-SourceLizenzen wie der GNU Public License, den Quelltext zu verändern ohne diese Änderungen zu veröffentlichen. T-Kernel ist direkt für kommerzielle Systeme gedacht: Es ist möglich, Erweiterungen nicht zu veröffentlichen, teilweise zu veröffentlichen, nur bestimmten Personenkreisen zugänglich zu machen, oder auch zu verkaufen. Mit anderen Worten, Änderungen sind keinem Zwang unterworfen. Lediglich auf die Verwendung von T-Kernel muss hingewiesen werden.

Das T-Engine Forum wurde im Juni 2002 gegründet worden, um die T-Engine Architektur und Ubiquitous Computing in Forschung, Entwicklung und Standardisierung zu unterstützen und voranzutreiben. Die internationale Institution vereint weltweit ungefähr 300 Organisationen als Mitglieder.

Verbreitung von ITRON/T-Kernel

Bild 2: Erhebung Marktanteile Betriebssysteme in Japan. Die Daten basieren auf einer Befragung der Embedded Technology ET2007 Konferenz, einer der größten ihrer Art in Japan. (Archiv: Vogel Business Media)

Betriebssysteme basierend auf der ITRON-Spezifikation haben großen Erfolg in Japan und Asien. Eine jährliche Erhebung zeigt, dass Systeme mit ITRON und dem Nachfolger T-Kernel einen Anteil von mehr als 40% für leistungsstarke eingebettete Systeme in Japan haben (Bild 2). Diese Daten basieren auf einer Befragung der Embedded Technology ET2007 Konferenz, einer der größten ihrer Art in Japan.

Produkte, die ein Betriebssystem einsetzen, welches auf der ITRON- oder T-Kernel Spezifikation basieren, sind: Digitalkameras, Drucker, Fax und Kopierer, Mobiltelefone, Geräte zur Audio/Video-Schnittbearbeitung sowie Anwendungen im Fahrzeug.

*Dr. Michael Uelschen hat als Software-Entwicklungsleiter die Einführung von T-Engine durchgeführt und ist seit dem Wintersemester 2009/10 Professor für Software-Engineering für technische Systeme an der FH Osnabrück.

*Dr. Helmut Lucke hat langjährige Erfahrung in der Embedded SW Entwicklung in der Robotik und im automotiven Umfeld. Die Plattform-Entwicklung auf Basis von T-Engine hat er als Projektleiter verantwortet. Es ist erreichbar unter der folgenden email-Adresse: hlucke@de.adit-jv.com

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