T-Engine

Offener Betriebssystem-Standard erobert Asien

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T-Kernel

Bild 1 zeigt die Evolution von T-Kernel: Unterstützt werden 8, 16 und 32 Bit sowie zukünftig Mehrprozessor- und Mehrkernarchitekturen (Archiv: Vogel Business Media)

In aktuellen, eingebetteten Systemen kommen sowohl 32-Bit RISC- als auch 8-Bit- oder 16-Bit-Prozessoren zum Einsatz. Zukünftig werden diese um Mehrprozessor- bzw. Mehrkernarchitekturen für Anwendungen bei multimedialen Geräten als auch im automotiven Umfeld erweitert. T-Kernel unterstützt alle diese Systeme durch eine einheitliche Architektur (Bild 1).

Standard T-Kernel ist das zentrale Betriebssystem des T-Engine Projekts. Es wurde für 32-Bit Prozessoren entworfen und unterstützt komplexe Hardware-Architekturen, z.B. Systeme mit MMU (Memory Management Unit). Als Standard ist die T-Kernel-Spezifikation abgeschlossen und Änderungen sind zukünftig nur in geringem Umfang zu erwarten. Sie betreffen hauptsächlich die Referenzimplementierung um die Softwarequalität zu verbessern.

Optionale Varianten des Kernels

Die Erweiterung T-Kernel/Standard Extension (TKSE) wurde optional eingeführt, um für bestimmte Geräteklassen zusätzliche Funktionen bereit zu stellen. Dieses betrifft insbesondere die Speicherverwaltung, so dass unterschiedlich geschützte Speicherbereiche analog einem Prozessmodell in konventionellen Betriebssystemen verwendet werden können.

Die Multiprocessing-Variante MP T-Kernel ist ein Echtzeitbetriebssystem, das mehrere parallel arbeitende Rechenkerne unterstützt (Multiprozessoren wie auch Multicore-Systeme). Multiprozessorsysteme gliedern sich in asymmetrische (AMP) und symmetrische (SMP) Architekturen. AMP definiert für jeden Prozessor (oder Kern) ein eigenes Verhalten. Hierdurch ist es einfacher möglich, Legacy-Software zu portieren, da eine gegenseitige Beeinflussung der Prozessoren bzw. Kerne minimiert wird. Auch gleicht die Programmierung von solchen Systemen denen von konventionellen.

Bei SMP-Systemen werden alle Prozessoren bzw. Kerne vom Betriebssystem gleich behandelt und verwaltet. Für eine Anwendung ist es transparent, wo diese ausgeführt wird. Der SMP-Ansatz führt zu einer verbesserten Ressourcennutzung. Allerdings ist die Programmierung aufgrund der Parallelität ungleich komplexer. MP T-Kernel unterstützt beide Spielarten AMP und SMP abhängig von der gewählten Systemauslegung.

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