NXP bringt Highend-Prozessor für IoT- und Cloud-Computing im Netzwerk-Edge

| Redakteur: Michael Eckstein

Neben modernen Schnittstellen hebt NXP besonders die integrierten Security-Funktionen seinen neuen SoCs hervor.
Neben modernen Schnittstellen hebt NXP besonders die integrierten Security-Funktionen seinen neuen SoCs hervor. (Bild: NXP)

Während Intel mit x86-basierten Xeon-CPUs aus den Rechenzentren in Richtung Netzwerk drängt, attackiert NXP mit seinem neuen, ARM-basierten LX2160A-SoC von der Flanke in Richtung Datenzentrum. Auf beide wartet bereits Cavium, unter anderem mit seinem ARM-Chip Octeon TX.

Die Grenzen zwischen Cloud- und Edge-Computing lösen sich zusehend auf. Virtualisierungstechnik spielt dabei eine entscheidende Rolle – nicht nur im Server- sondern besonders auch im Netzwerkbereich. Diese Entwicklung führt dazu, dass plötzlich Unternehmen im Wettbewerb stehen, die zuvor eigene Märkte bedient haben. Zum Beispiel NXP, Intel und Cavium.

Intel beherrscht mit seiner x86-Architektur die Server-Landschaft in Rechenzentren – und damit auch das Cloud-Computing. Jetzt taucht mit NXP ein Rivale auf, der bislang eher für seine Funk-Konnektivitätslösungen bekannt ist. Er greift Intel nicht direkt im Rechenzentrum an, sondern attackiert geschickt von der Flanke in Richtung Zentrum.

Neues SoC zielt auf den Zugangs- und Aggregationsbereich

Dafür haben die Niederländer ein neues System-on-a-Chip ihrer Layerscape-Familie vorgestellt – noch während weiter eine mögliche Übernahme durch Qualcomm diskutiert wird. Der neue LX2160A ist nach eigenen Angaben das bislang rechenstärkste SoC von NXP.

Das Silizium basiert auf 16 64-Bit-Embedded-CPU-Kernen Cortex A72 von ARM, die mit bis zu 2,2 GHz takten und dabei nur 20 bis 30 Watt Leistung aufnehmen. Sie können 18 MB Cache-Speicher direkt auf dem Chip adressieren. Ein integrierter Ethernet-Layer-2-Switch verarbeitet Datenströme mit bis zu 130 GBit/s.

Mit der Außenwelt kommuniziert das SoC über bis zu 16 100-GBit/s-Ethernet- und PCIe-Schnittstellen der taufrischen, vierten Generation. PCIe 4.0 rückt aufstrebende IoT-Anwendungen stärker als bisher in den Fokus und soll Datenraten bis 16 GT/s ermöglichen. Weiterhin sind 24 SerDes-Lanes enthalten, die mit bis zu 28 GHz arbeiten.

Ein integrierter Baustein kann Daten mit bis zu 100 GBit/s komprimieren und dekomprimieren. Das hilft, Bandbreite bestmöglich zu nutzen. Für sicherheitsrelevante Applikationen steht ein Security-Beschleunigungsmodul bereit. So gerüstet, adressiert der LX2160A vor allem das Virtualisieren von Netzwerkfunktionen (Network Function Virtualization, NFV), Mobile-Edge-Computing, Verarbeiten von 5G-Datenpaketen sowie Storage- und Industrieanwendungen.

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