Multikopter Nur zwei statt vier Rotoren machen Drohne effizienter

Wenn wir an Multikopter denken, stellen wir uns normalerweise Fluggeräte mit vier oder noch mehr Rotoren vor. Die Landwirtschaftsdrohne V40 verfolgt aber einen anderen Ansatz: sie verwendet zwei kippbare Rotoren, was die Reichweite und die Sprüheffizienz verbessert.

Die V40 hat eine Sprührate von 10 Litern pro Minute und kann 40 kg Saatgut pro Minute ausbringen.
Die V40 hat eine Sprührate von 10 Litern pro Minute und kann 40 kg Saatgut pro Minute ausbringen.
(Bild: XAG)

Die modulare V40 des chinesischen Herstellers XAG ist mit einem 16-Liter-Flüssigkeitsbehälter für Herbizide/Pestizide und einem 25-Liter-Granulatbehälter für Saatgut ausgestattet und hat zwei klappbare Arme, von denen jeder oben einen Rotor (einen Satz von zwei Rotorblättern) und unten eine Sprühdüse hat.

Nach vorne und hinten schwenkbare Rotoren

Normale Multicopter-Drohnen können sich vorwärts, rückwärts, links und rechts bewegen, indem sie die Verteilung des Schubs zwischen ihren vier oder mehr Rotoren mit festem Winkel verändern. Die V40 hat zwar nur zwei Rotoren, aber sie umgeht diese Einschränkung, indem sie sie elektronisch nach vorne und hinten relativ zu den Armen schwenken kann.

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Laut XAG ist dieses System wesentlich energieeffizienter als herkömmliche Multicopter-Konfigurationen. Das Unternehmen hat zwar keine Angaben zur Akkureichweite gemacht, aber ein ähnlicher „Bicopter“ von Zero Zero Robotics kann angeblich 50 Minuten pro Ladung fliegen. Die meisten Quadcopter-Drohnen erreichen dagegen nur eine Flugdauer von etwa 30 Minuten.

Außerdem behauptet XAG, dass die beiden Düsen direkt unter den beiden Rotoren angebracht sind und der daraus resultierende Fallwind die gespritzte Flüssigkeit in einem konzentrierteren Muster verteilt, als dies sonst möglich wäre. Dies bedeutet, dass weniger Chemikalien verschwendet werden, da sie nicht wahllos über den ganzen Platz geblasen werden.

Mithilfe des eingebauten GPS und eines nach unten gerichteten Geländeradarmoduls überfliegt die V40 zunächst ein Feld und kartiert dessen Grenzen und geografische Merkmale. Anschließend nutzt er diese Daten, um autonom Sprüh- oder Sä-Flüge durchzuführen, wobei sie ein zusätzliches, nach vorne gerichtetes Radarsystem einsetzt, um eventuell auftauchende Hindernisse zu umgehen. Auf Wunsch kann der Benutzer das Gerät auch manuell über eine Funkfernbedienung steuern.

Das Video zeigt die V40 in Aktion:

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Link: Zu XAG

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