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Notfalls Rettungsfonds für Firmen in Corona-Krise

Autor / Redakteur: dpa / Julia Schmidt

Führende deutsche Ökonomen sprechen sich bei einer Verschärfung der Corona-Krise dafür aus, dass sich der Staat notfalls an Unternehmen beteiligt. Das geht aus einem am Mittwoch (11.3.) in Berlin vorgelegten Papier mehrerer Wirtschaftsforscher hervor.

Berlin: Sebatian Dullien (l-r), Direktor des Instituts Makroökonomie und Konjunkturforschung, Peter Bofinger, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Gabriel Felbermayr, Präsident des Institut für Weltwirtschaft Kiel, Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, und Jens Südekum, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf einer Pressekonferenz der Wirtschaftsforschungsinstitute zu den Folgen der Corona-Krise.
Berlin: Sebatian Dullien (l-r), Direktor des Instituts Makroökonomie und Konjunkturforschung, Peter Bofinger, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Gabriel Felbermayr, Präsident des Institut für Weltwirtschaft Kiel, Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, und Jens Südekum, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf einer Pressekonferenz der Wirtschaftsforschungsinstitute zu den Folgen der Corona-Krise.
(Bild: Wolfgang Kumm/dpa)

Führende deutsche Ökonomen sprechen sich bei einer Verschärfung der Corona-Krise dafür aus, dass sich der Staat notfalls an Unternehmen beteiligt. Wenn es nicht gelingen sollte, die Ausbreitung der wirtschaftlichen „Schockwellen“ einzudämmen, so dass es in größerem Stil zu Unternehmensinsolvenzen käme, wäre als letzte Möglichkeit an Firmenbeteiligungen des Staates mit Eigenkapital zu denken. Dies wäre analog zur Rettung von Banken in der Finanzkrise 2008/2009. Das geht aus einem am Mittwoch (11.3.) in Berlin vorgelegten Papier mehrerer Wirtschaftsforscher hervor.

Das Papier stammt von Ökonomen wie Ifo-Präsident Clemens Fuest, dem früheren „Wirtschaftsweise“ Peter Bofinger sowie dem Präsidenten des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, Gabriel Felbermayr.

Aufgabe der „schwarzen Null“?

Die Ökonomen fordern die Bundesregierung daneben zu weitergehenderen Schritten auf als bisher beschlossen. Die Koalition hatte etwa Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld auf den Weg gebracht. Wenn erforderlich, müsse auch von der „Schwarzen Null“ im Staatshaushalt abgewichen werden – also einer Politik ohne Neuverschuldung. Es müsse alles getan werden, um Liquiditätsengpässe bei Firmen zu vermeiden.

Durch die Corona-Krise drohen deutliche Rückgänge beim Wirtschaftswachstum in diesem Jahr, wie Institute und Wirtschaftsverbände bereits deutlich gemacht hatten. Das Risiko einer Rezession sei gestiegen. (dpa)

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