Ukraine-Krieg Notfallplan Gas: Bitkom ruft Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Handeln auf

Von Margit Kuther

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die zweite Gas-Alarmstufe ausgerufen und die Menschen in Deutschland zum Energie sparen aufgefordert. Dazu ein Gastkommentar von Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Gas-Engpass: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen digitale Lösungen für mehr Energieeffizienz sehr viel umfassender einzusetzen.
Gas-Engpass: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen digitale Lösungen für mehr Energieeffizienz sehr viel umfassender einzusetzen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Bitkom unterstützt den Aufruf Robert Habecks zum Energiesparen nachdrücklich. Wer Heizenergie und damit auch Kosten sparen will braucht vor allem mehr Transparenz, was seinen eigenen Verbrauch angeht, und zwar immer ganz aktuell. Drei Viertel (75 Prozent) der Menschen in Deutschland wünschen sich ein Siegel oder Label, das zeigt, ob die eigene Heizung grundsätzlich energieeffizient ist. 68 Prozent wünschen sich intelligente Zähler, die in Echtzeit anzeigen, wieviel Energie ihre Heizung gerade verbraucht, wie eine Bitkom-Studie im März 2022 ergeben hat.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat es deutlich gesagt: Wir müssen jetzt sofort massiv Energie einsparen, um mit vollen Gasspeichern in den Winter zu starten. Insbesondere beim Heizen und bei Warmwasser können wir mit einer konsequenten Digitalisierung den Energieverbrauch und damit die Kosten massiv senken und die Energieeffizienz steigern. Heizungen gehören überdies zu den größten CO2-Emittenten in Deutschland. Jetzt Energie zu sparen, das hilft uns im Winter, es hilft dem Klima und es hilft der Ukraine.

Bitkom ruft Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, digitale Lösungen für mehr Energieeffizienz sehr viel umfassender und flächendeckend einzusetzen. Jeder Haushalt mit einer konventionellen Heizung kann mit wenigen Handgriffen smarte Heizköperthermostate installieren, um den eigenen Energieverbrauch und damit die Kosten deutlich zu senken. Für große Gebäude bergen insbesondere automatisierte Steuerungs- und Monitoringsysteme für die Heizung, aber auch für Klima und Warmwasser ein massives Energiesparpotenzial, was bislang jedoch kaum ausgeschöpft wird.

Das ist insbesondere auch für Unternehmen interessant. Neun von zehn Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern (90 Prozent) haben sich schon Ende April in einer Bitkom-Umfrage überzeugt gezeigt, dass Deutschland so schnell wie möglich unabhängig von russischem Gas werden muss. Dabei helfen auch kleine Maßnahmen, die den täglichen Komfort nicht einschränken, in der Summe aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass das Klima geschützt und die Abhängigkeit von russischen Energieimporten verringert wird.

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