Alternative Antriebe

Nordrhein-Westfalen will Modellregion für Elektromobilität werden

12.03.2009 | Redakteur: Thomas Kuther

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben: „Nordrhein-Westfalen ist mit seiner hohen Verkehrsdichte geradezu prädestiniert Modellversuche in Sachen Elektromobilität durchzuführen.“
NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben: „Nordrhein-Westfalen ist mit seiner hohen Verkehrsdichte geradezu prädestiniert Modellversuche in Sachen Elektromobilität durchzuführen.“

Nordrhein-Westfalen will in Sachen Elektromobilität keine Chancen verpassen. Das Land ist bereit, sich an einem bundesweiten Modellversuch zu beteiligen. Sollte die Bundesregierung entsprechende Programme beschließen, wird sich Nordrhein-Westfalen zusätzlich mit eigenen Mitteln in Höhe von bis zu 60 Mio. € engagieren, um Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor voran zu treiben.

Die Bereitschaft zum Engagement in Sachen Elektromobilität ist das Ergebnis einer Konferenz Konferenz im nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium , an dem neben Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft und Forschung die Ressorts Wirtschaft, Energie, Umwelt, Verkehr und Innovation der nordrhein-westfälischen Landesregierung beteiligt waren.

Das von der Bundesregierung ins Leben gerufene nationale Entwicklungsprogramm zur Elektromobilität ruft die Länder explizit dazu auf, Modellregionen für Elektromobilität zu entwickeln. Hier sieht sich Nordrhein-Westfalen als Energie- und Autoland in einer Vorreiterrolle. „NRW ist aufgrund seiner hohen Verkehrsdichte geradezu prädestiniert, Modellversuche durchzuführen“, betont die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben. „Für alle erdenklichen Anwendungsfälle — sei es bei Pkws, in Speditionen oder im öffentlichen Personennahverkehr — hat Nordrhein-Westfalen in Frage kommende Fahrzeugflotten und die notwendige wissenschaftliche Begleitung. Nicht zu vergessen die guten Voraussetzungen für eine gute Infrastruktur.“

Elektrische Antriebe sorgen für reinere Luft und weniger Lärm

Im Hinblick auf die Metropole Rhein-Ruhr weist Umweltminister Eckhard Uhlenberg auf die Effekte hin, die eine Schadstoffreduktion in den Ballungsräumen mit sich bringt. „Besonders ein Rückgang der Feinstäube und Stickoxide wird die Ballungsräume deutlich entlasten“, so Minister Uhlenberg. „Deshalb ist es wichtig Elektromobilität zu fördern, nicht nur bei PKWs sondern auch bei den leichten Nutzfahrzeugen. Elektrische Antriebe werden uns dabei helfen unsere Probleme bei der Luftreinhaltung zu lösen und die Lärmbelastung zu reduzieren.“

Leistungsfähige und kostengünstig Akkutechnologien sind gefragt

Dem Thema Energiespeicherung kommt bei der Entwicklung von Batterien eine Schlüsselstellung zu. Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hält den Ausbau dieses Forschungsbereichs für besonders wichtig, um beispielsweise die Li-Ionen Technologie in Nordrhein-Westfalen weiterzuentwickeln. „Die Herausforderung besteht darin, innovative Lösungen für die Energiespeicherung zu finden. Denn die Verbreitung und Akzeptanz von Elektrofahrzeugen hängt maßgeblich von leistungsfähigen und kostengünstigen Batteriesystemen ab. Mit dem Modellversuch können wir nun ein wichtiges Signal an die Forschung in Nordrhein-Westfalen senden, ihre Bemühungen zu verstärken.“

Potezielle Investoren in Sachen Elektromobilität gesucht

Im Rahmen der Konferenz im NRW-Wirtschaftsministerium wurden auch Eckpunkte für einen Masterplan Elektromobilität diskutiert. Im Mittelpunkt standen Themen wie elektrische Speicherung, Fahrzeugbau oder Netzintegration. Ministerin Thoben: „Es ist uns wichtig, dass Kraftfahrzeuge mit einem elektrischen Antrieb schnell auf die Straße kommen und diese Technologie für jedermann sichtbar wird. Potenzielle Investoren sind recht herzlich eingeladen, mit der Landesregierung gemeinsam das Thema Elektromobilität nach vorne zu bringen.“

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