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Akkus Nissan verkauft seine Batteriesparte

Nissan Motor wird ihre Batteriesparte an den privaten Investmentfonds GSR Capital veräußern. Wie der japanische Automobilkonzern vermeldete, treten die Verkaufsgespräche nun in die letzte Phase.

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Akkus in einem Nissan-Prototypen: Sein Batteriegeschäft verkauft Nissan nun an den privaten Investmentfonds GSR Capital.
Akkus in einem Nissan-Prototypen: Sein Batteriegeschäft verkauft Nissan nun an den privaten Investmentfonds GSR Capital.
(Bild: Nissan)

Der Kauf- und Verkaufsvertrag umfasst das Nissan Tochterunternehmen Automotive Energy Supply Corporation (AESC) sowie zwei Batteriewerke: die zur Nissan North America gehörende Fertigung in Smyrna im US-Bundesstaat Tennessee und jenes im britischen Sunderland, das zur Nissan Motor Manufacturing (U.K.) gehört. Auch Teile der japanischen Batteriefertigung in Oppama, Atsugi und Zama werden an GSR verkauft.

Win-Win-Situation für AESC und Nissan

„Dies ist eine Win-Win-Situation für AESC und Nissan. AESC ist künftig in der Lage, das globale Netzwerk und die proaktiven Investitionen von GSR zu nutzen, um seine Kundenbasis zu erweitern und seine Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. Dies wird wiederum auch die Wettbewerbsfähigkeit der Nissan Elektrofahrzeuge verbessern. AESC bleibt ein wichtiger Partner für Nissan, während wir uns stärker auf das Design und die Produktion von Elektroautos konzentrieren können“, erläutert Hiroto Saikawa, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von Nissan.

GSR Capital plant Investitionen in Forschung und Entwicklung

Sonny Wu, Chairman von GSR Capital, ergänzt: „Der Erwerb von AESC markiert einen wichtigen Schritt für uns im Bereich alternativ angetriebener Fahrzeuge. Wir planen, zusätzlich in Forschung und Entwicklung zu investieren, die bestehenden Produktionskapazitäten in den USA, Großbritannien und Japan auszubauen und neue Werke in China und Europa zu eröffnen, um Kunden auf der ganzen Welt noch besser unterstützen zu können. Mit diesen Fähigkeiten und Plänen, unseren ohnehin schon qualifizierten Mitarbeitern im Batteriegeschäft, den hohen technischen Fähigkeiten und der ausgewiesenen Produktqualität befinden wir uns in einer guten Position für weiteres Wachstum.“

Die Mitarbeiter werden weiterhin beschäftigt

Die Mitarbeiter in allen Einrichtungen, die vom Verkauf betroffen sind, inklusive der Standorte in Zama, Sunderland und Smyrna, werden weiterhin beschäftigt. Die Zentrale und die Entwicklungszentren der Sparte bleiben unverändert in Japan.

In einem ersten Schritt wird Nissan den 49-prozentigen Minderheitsanteil an AESC erwerben, den bislang der japanische Konzern NEC Corporation und sein vollwertiges Batterie- und Elektroden-Tochterunternehmen NEC Energy Devices (NECED) halten.

NEC stimmt dem Verkauf seiner AESC-Anteile an Nissan zu

NEC gab bekannt, dass es dem Verkauf seiner AESC-Anteile an Nissan zustimmt. Der Konzern selbst befindet sich in Verhandlungen mit GSR über den Verkauf von NECED.

Aufsichtsgremien und Behörden müssen noch zustimmen

Die Beschlüsse stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsgremien und Behörden, ein Abschluss wird bis Dezember 2017 erwartet. Die Transaktion mit GSR ist abhängig vom Erwerb aller NECED Aktien von NEC. Die finanziellen Details wurden nicht veröffentlicht.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.