IC-Fabrikausrüster im Aufwind Niederländischer EUV-Spezialist ASML profitiert von Chip-Boom

Autor / Redakteur: dpa / Michael Eckstein

ASML rechnet dank Halbleiterbooms langfristig mit mehr und steigendem Umsatz: 2025 sollen bis zu 30 Milliarden US-Dollar möglich sein – bei einer Marge von satten 56 Prozent. An der europäischen Börse ist ASML mittlerweile das drittwertvollste Unternehmen.

Firmen zum Thema

Innenansichten: Die hochmodernen EUV-Scanner von ASML stehen in vielen Hightech-Chipschmieden dieser Welt.
Innenansichten: Die hochmodernen EUV-Scanner von ASML stehen in vielen Hightech-Chipschmieden dieser Welt.
(Bild: ASML)

Der niederländische Chipindustrie-Ausrüster ASML erwartet dank großer Nachfrage nach Mikrochips mit einem Umsatzschub in den nächsten Jahren. „Die globalen Megatrends in der Elektronikindustrie unterstützt durch ein hochprofitables und äußerst innovatives Ökosystem werden das Wachstum des gesamten Halbleitermarkts weiter ankurbeln“, teilte ASML vor einer Konferenz mit Investoren in Veldhoven mit. Das Wachstum der Halbleitermärkte und die „zunehmende Lithographie-Intensität“ würden die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens antreiben.

ASML rechnet nun für 2025 mit einem Jahresumsatz von rund 24 bis 30 Milliarden Euro. Dabei peilt der Chipindustrie-Ausrüster 2025 eine Bruttomarge zwischen 54 und 56 Prozent an. Zuvor war das Management um Unternehmenschef Peter Wennink von Erlösen in Höhe von 15 bis 24 Milliarden Euro ausgegangen. Aber auch über das Jahr 2025 hinaus sieht das Unternehmen gute Wachstumschancen. Der Umsatz soll in diesem Jahrzehnt jährlich um rund elf Prozent wachsen.

Mit Extrem-Ultravioletter Strahlung erfolgreich

ASML bietet inzwischen Extrem-Ultraviolett-Lithographieanlagen (EUV) an, um schnellere, billigere und effizientere Chips herzustellen. Bei den etwas älteren Deep-Ultraviolett-Maschinen (DUV) konkurriert ASML etwa mit dem japanischen Hersteller Nikon. Zu den Kunden der Niederländer gehören praktisch alle Chiphersteller – zum Beispiel investieren Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) stark hohe Beträge, um mit der wieder anziehenden Chip-Nachfrage nach dem Ende der Lockdowns Schritt halten zu können.

An der Börse gehört die ASML-Aktie zu den Lieblingen. Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Papier um rund 66 Prozent und legte damit bisher am stärksten im EuroStoxx-50-Index zu. Mit einem Börsenwert von zuletzt rund 274 Milliarden Euro ist ASML nach dem französischen Luxusgüterkonzern LVMH und dem Schweizer Konsumgüterkonzern Nestle das drittwertvollste Unternehmen in Europa.

(ID:47730414)