Kyocera

Nichtmagnetisches Bauteilgehäuse hält bis zu 1000 °C aus

| Redakteur: Peter Koller

Das nichtmagnetische Gehäuse kann auch hohe Temperaturen aushalten
Das nichtmagnetische Gehäuse kann auch hohe Temperaturen aushalten (Kyocera)

Der Keramikspezialist Kyocera zeigt auf der electronica ein Gehäuse für mikroelektronische Bauteile, das nicht nur nichtmagnetisch, sondern zudem auch noch hochtemperaturbeständig ist.

Das von Kyocera entwickelte innovative Keramikgehäuse basiert auf der bewährten HTCC-Technologie (High Temperature Co-Fired Ceramics), die hierfür mit bestimmten nicht-magnetischen Materialien und Beschichtungsmöglichkeiten umgesetzt wird. Kyocera präsentiert nun die neuartige HTCC Lösung mit Platinbeschichtung der Oberfläche und innerhalb der Mehrlagen-Keramik.

Die Platinmetallisierung ist nicht nur nicht-magnetisch, sondern vielmehr ist diese einzigartige Technik und Materialauswahl auch für Hochtemperaturanwendungen von bis zu 1000 °C geeignet. So ist beispielsweise der drahtlose SAW-Temperatursensor von Vectron, der Temperaturen von bis zu 600 °C erfassen kann, auf Basis des Kyocera-Gehäuses entwickelt worden. Maßgefertigte Gehäuseprofile für individuelle Anwendungsmöglichkeiten sind auf Wunsch lieferbar. Anschlusskontakte können zum Beispiel variabel eingeplant werden und das Gehäuse kann, falls erforderlich, auch für Aufbaumontage kompatibel entwickelt werden.

Mit dieser neuartigen Gehäuselösung begegnet Kyocera dem Innovationsbedarf verschiedener Branchen und bietet eine Lösung für eine Fülle an Anwendungen, für die eine präzise applikationsbezogene Messung unabdingbar ist. Darunter fallen etwa hochempfindliche medizinische Geräte wie Magnetresonanztomografen, elektronische Anwendungen in der Aeronautik wie Atomuhren oder Sensoren, Vakuumgeräte in der Elektronenmikroskopie, aber auch Geräte für andere industrielle Anwendungen wie beispielsweise Tiefbohrsysteme zu Erkundungszwecken.

Die neue Platin-Mehrlagen-Technologie (HTCC) bietet somit eine innovative und einzigartige Lösung für nichtmagnetische keramische Gehäuseanwendungen, in denen die Verlässlichkeit von Keramik gefragt ist. Darüber hinaus definiert sie die Grenzen der HTCC-Gehäuse im Hinblick auf höhere Temperaturen unter schwierigen Bedingungen neu, wie beispielweise in der Automobilsensorik oder der Ölbohrung.

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