Medizinische Bildgebung Nicht-magnetischer Kondensator verbessert die Bildqualität

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Um bessere MRT-Bilder in der Medizin zu erhalten, gibt es spezielle Hochspannungskondensatoren, die nicht-magnetisch sind. Die Anschlüsse sind aus versilberten Kupfer, um die thermischen Eigenschaften zu verbessern.

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Die nicht-magnetischen MLC-Kondensatoren sind speziell für die medizinische Bildgebung konzipiert. Hier würden Magentfelder die Qualität der Aufnahmen beeinflussen.
Die nicht-magnetischen MLC-Kondensatoren sind speziell für die medizinische Bildgebung konzipiert. Hier würden Magentfelder die Qualität der Aufnahmen beeinflussen.
(Bild: wts electronic)

In der medizinischen Bildgebung geht der Trend zu stärkeren Magnetfeldern, um damit höher aufgelöste Bilder liefern zu können. Da selbst geringe magnetische Bauelemente die Bildqualität beeinflussen können, kommen verstärkt nichtmagnetische Bauteile zum Einsatz.

Dazu hat Knowles/Brand Syfer (vertrieben von wts electronic components) eine Baureihe von bedrahteten und SMD, nicht-magnetischen Hochspannungskondensatoren entwickelt. Diese sind speziell für den Einsatz in MRT-Systemen und Abstimmungsschaltungen für Körperspulen ausgelegt.

Sie verfügen über bandförmige Anschlüsse aus versilberten Kupfer. Als bedrahtete Komponente lässt sich dieser Chip-Kondensator von der Platine entkoppeln, um das Auflöten per Hand zu erleichtern. Zugleich verbessert die Kombination von Silber über Kupfer die thermischen Eigenschaften und ermöglicht höhere Betriebsleistungen.

Die Bauteile eigenen sich für RoHS-kompatible Lote, die eine Reflow-Löttemperatur von 260 °C erreichen. Die Ribbon-Leaded-Kondensatoren sind mit COG/NP0, High Q und X7R-Dielektrikum in Gehäusegrößen von 2225 und 4040 verfügbar. Die Kapazitätswerte reichen von 2 pF bis 10 nF (High Q). Der Leistungsbereich liegt bei 200 VDC bis 7 KVDC bei einem Betriebstemperaturbereich von -55 bis 125 °C.

Die nicht-magnetische SMD-Kondensatorserie von Syfer umfasst die Baugrößen 0402 bis 2225 in den Dielektrika COG/NPO, High Q und X7R. Mit den beiden ersten Dielektrika werden die Bauteile über dem Kapazitätswertebereich 0,1 pF bis 15 nF (50 V bis 3 kV). Zusätzlich reichen die X7R-Kapazitätswerte von 47 pF bis 6,8 µF bei 16 VDC bis 2 KVDC.Geeignet sind die Bauteile für eine Löttemperatur von 260 °C. Die SMD-Ausführung ist zusätzlich in der Flexicap- Kontaktierung lieferbar.

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