Fiberoptik Neuer Vernetzungsprozess für Glasfaserkabel

Redakteur: Kristin Rinortner

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(Bild: VBM-Archiv)

Die Marke RADOX steht für von HUBER+SUHNER entwickelte Isolationsmaterialien, die besonders resistent gegenüber thermischer, chemischer, elektrischer und mechanischer Belastung sind. Dank einem neuen Vernetzungsprozess sind diese Eigenschaften nun auch bei Fiberoptikkabeln implementiert.

Die besonderen Materialeigenschaften entstehen durch Elektronenstrahlvernetzung, bei der sich die Kunststoff-Moleküle dreidimensional verbinden. Die Werkstoffe widerstehen hohen Temperaturspitzen und sind bei Kälte biegebeständig. Sie sind resistent gegenüber Flüssigkeiten, Abrieb, Ozon und UV-Strahlung. Zudem sind sie formstabil, flexibel, brandresistent und haben geringen Schrumpf. Sie zeichnen sich durch lange Lebensdauer aus und eignen sich somit bestens für raue Umweltbedingungen.

Das Unternehmen hat einen neuen Produktionsprozess für vernetzte Fiberoptikkabel entwickelt, bei dem keine Primärelektronen mehr die Faser erreichen und sie beeinträchtigen. So bleiben sowohl die mechanischen Eigenschaften als auch die Lebensdauer der Fasern erhalten. Die optischen Übertragungseigenschaften entsprechen jenen, die in ISO/IEC 11801 und IEC 60794-3-12 spezifiziert sind.

Als Mantelmaterial der Bündeladerkabel wird das halogenfreie, aus der Bahntechnik bekannte RADOX EM104 verwendet, das die Anforderungen der Norm EN 50264-1 erfüllt. Dabei steht die große Resistenz gegenüber tiefen Temperaturen, Ölen und Flüssigkeiten im Vordergrund.

Die glasarmierten Bündeladerkabel mit bis zu 24 Glasfasern sind sehr flexibel und leicht zu installieren, selbst in schmalen Kabelkanälen mit kleinen Biegeradien.

Das Kabel überträgt Daten im Brandfall während mindestens 180 min gemäß IEC 60331-25.

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