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Neuer Mikrocontroller mit konfigurierbaren CAN-spezifischen Funktionsblöcken

| Redakteur: Michael Eckstein

Microchip bringt neue 8-Bit-Mikrocontroller mit Core-unabhängiger Peripherie. Diese CIPs sollen schnelle, deterministische Reaktionen bei kritischen Systemereignissen in CAN-Netzwerken sicherstellen.

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Hard- statt Software: CIPs ersetzen komplexe Softwareblöcke und ersparen Entwicklungs- und Verifikationszeit.
Hard- statt Software: CIPs ersetzen komplexe Softwareblöcke und ersparen Entwicklungs- und Verifikationszeit.
(Bild: Microchip)

Microchip erweitert sein PIC18-Angebot um eine neue Serie von 8-Bit-Mikrocontrollern (MCUs), die einen CAN-Bus (Controller Area Network) mit einer Vielzahl Core-unabhängiger Peripheriekomponenten (Core Independent Peripherals, CIPs) kombiniert. CIPs erlauben zusätzliche Funktionalität und vereinfachen die Entwicklung CAN-basierter Anwendungen ohne komplexe zusätzliche Software.

Deterministisches Verhalten bei Echtzeit-Ereignissen verkürzt die Reaktionszeit

Ein wesentlicher Vorteil der neuen K83-MCU in CAN-basierten Systemen besteht laut Microchip darin, dass CIPs eine deterministische Reaktion auf Echtzeit-Ereignisse sicherstellt. Diese CIPs würden sich mit dem MPLAB-Code-Configurator (MCC) einfach konfigurieren lassen, was die Entwicklungszeit verkürzen könne. Die neuen MCUs eignen sich laut Herstellerangaben für CAN-basierte Anwendungen in den Bereichen Medizin-, Industrie- und Automobiltechnik, konkret für motorisierte OP-Tische, Asset Tracking, Ultraschallgeräte, automatisierte Förderbänder und Kfz-Zubehör.

CIPs beschleunigen demnach die Markteinführung: Entwickler können komplexe Funktionsblöcke realisieren, indem sie per Software hardwarebasierende Peripherie konfigurieren. Dies ersetzt nach Angaben von Microchip den Aufwand für das Programmieren und Testen von Softwareroutinen. Zu den

in den PIC18-K83-MCUs enthaltenen CIPs zählen:

  • Cyclic Redundancy Check (CRC) mit Memory Scan, um die Integrität des nichtflüchtigen Speichers sicherzustellen
  • Direct Memory Access (DMA) für Datenübertragungen zwischen Speicher und Peripherie ohne CPU-Beteiligung
  • Windowed Watchdog Timer (WWDT) zum Auslösen von System-Resets
  • 12-Bit-Analog-Digital-Wandler mit Berechnung (ADC2) zur Automatisierung der Analogsignalanalyse für Systemreaktionen in Echtzeit
  • Complementary Waveform Generator (CWG), der ein hocheffizientes synchrones Schalten für die Motorsteuerung ermöglicht.

Die neuen MCUs werden durch den MPLAB Code Configurator (MCC) unterstützt. MCC ist ein kostenloses Software-Plug-In, das eine grafische Oberfläche zur Konfiguration von Peripherie und Funktionen für jede Anwendung bereitstellt. Der MCC ist in Microchips integrierter Entwicklungsumgebung (IDE) MPLAB X und der Cloud-basierten MPLAB Xpress IDE enthalten. Auch das Curiosity High Pin Count (HPC) Entwicklungsboard (DM162136) unterstützt die neuen MCUs.

Der PIC18F25K83 mit 32 KByte Flash-Speicher und PIC18F26K83 mit 64 KByte Flash-Speicher stehen ab sofort als Muster und in Serienstückzahlen zur Verfügung. Sie sind in 28-poligen SPDIP-, SOIC-, SSOP-, UQFN- und QFN-Gehäusen erhältlich.

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