infoteam

Neue Tochtergesellschaft hat schweizerische Life Science-Firmen im Fokus

22.01.2007 | Redakteur: Reinhard Kluger

Vor dem Sitz der schweizerischen Tochtergesellschft in der Laubisrüti, Stäfa: (v.l.n.r.): Harald Hofpeter, Verwaltungsrat infoteam AG, Stäfa, Leta Going, GL-Assistentin, und Dr. Wolfgang Brendel, Geschäftsführer infoteam GmbH, Bubenreuth.
Vor dem Sitz der schweizerischen Tochtergesellschft in der Laubisrüti, Stäfa: (v.l.n.r.): Harald Hofpeter, Verwaltungsrat infoteam AG, Stäfa, Leta Going, GL-Assistentin, und Dr. Wolfgang Brendel, Geschäftsführer infoteam GmbH, Bubenreuth.

Die „Goldküste“ am Nordufer des Zürichsees lockt immer mehr Unternehmen aus dem Bereich Life Science an. So auch das Softwareunternehmen infoteam GmbH aus Bubenreuth, Das fränkische Unternehmen gründete dort in Stäfa am Zürichsee eine Tochtergesellschaft.

Zwar ist Infoteam schon seit rund 15 Jahren für Unternehmen in der Schweiz tätig, die Instrumente für die Life Science Industrie herstellen. So für Firmen, die sich mit der automatisierten Analyse und Diagnose von Flüssigkeiten beschäftigen. Bislang kam der Support aus Deutschland. Doch die Konzentration von hoch qualifizierten Firmen am Zürichsee und das ausgeprägte Wachstumspotential haben infoteam veranlasst, möglichst nahe bei seinen Kunden eine Tochtergesellschaft zu gründen.

Und jetzt ist es soweit: Zur offiziellen Eröffnungsfeier am 5. Februar in der Schweiz werden zahlreiche Vertreter der Wirtschaftsregion Zürichsee, der Gemeinde Stäfa und Kunden aus dem Bereich Life Science erwartet. Dr. Wolfgang Brendel, Geschäftsführer der infoteam GmbH, erläutert die Gründe für die Expansion in die Schweiz: „Seit 2005 sind wir Mitglied der Cluster Initiative Toolpoint in der Schweiz, die mit gezielten Projekten Nutzen für ihre Mitglieder generiert. Dank Toolpoint konnten wir rasch Kontakte knüpfen. Die Gemeinde Stäfa hat uns zusammen mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich effizient und unbürokratisch unterstützt.“

Standortvorteile nutzen

Weil in der Region Zürichsee mehrere bedeutende, rasch wachsende Life Science Unternehmen angesiedelt sind, wie beispielsweise Tecan und Qiagen, hat sich der Standort nahezu aufgedrängt. Die Nähe zu den Kunden wird als sehr wichtig erachtet und bei infoteam herrscht die Überzeugung vor, dass Software als wertschöpfender Faktor für die bestehenden und potenziellen Kunden immer wichtiger wird. Im Jahr 2005 hat infoteam in der Schweiz 2,4 Millionen Franken umgesetzt, Tendenz steigend.

Softwareingenieure gesucht

Von Februar an werden vorerst elf Mitarbeiter bei der infoteam AG Schweiz tätig sein, unter der Geschäftsführung von Harald Hofpeter, einem langjährigen Mitarbeiter von infoteam. Wie Dr. Brendel sagt, will man laut Businessplan in den nächsten zwei Jahren den Umsatz verdoppeln sowie insgesamt 20 Mitarbeiter beschäftigen. Deshalb sucht infoteam dringend qualifizierte Softwareingenieure und Bioinformatiker, die sich auch in der Region um den Zürichersee ansiedeln wollen. Auch Team- und Projektleiter mit einschlägiger Branchenerfahrung sind sehr willkommen.

Zusammenarbeit mit Hochschulen:

Dr. Wolfgang Brendel unterstreicht auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Hochschulen. So beteilige man sich an Forschungsprojekten im Bereich der Mikrofluidik, die Fachleute als eine der Zukunftstechnologie betrachtet. Gemeinsam seien bereits Softwarekomponenten entwickelt worden, um sie zukünftig als Basis für kundenspezifische Applikationen zu nutzen. Infoteam verspricht sich davon einen technologischen Vorsprung, bei gleichzeitig kleinerem Risiko und geringeren Entwicklungskosten. Dr. Wolfgang Brendel hofft, dass es auch mit Schweizer Hochschulen zum vermehrten Austausch kommen werde, bei infoteam sei man auf jeden Fall offen für Praktika und Diplomarbeiten. Ebenso Thema in naher Zukunft: die Ausbildung von Lehrlingen.

Auf die Frage, was er von der weit gerühmten Schweizer Lebensqualität halte, antwortet Wolgang Brendel mit Schmunzeln: „Man muss halt auch in diesem wunderschönen Urlaubsland gelegentlich arbeiten!“

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