Alternative Antriebe Neue Tankstelle für Wasserstoff trägt zur Energiewende bei

Mit der Eröffnung einer neuen Wasserstoff-Tankstelle in Hamburg bekennt sich Shell zum Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland und weltweit.

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Die Shell-Wasserstofftankstelle in der Hamburger Schnackenburgallee ist eröffnet.
Die Shell-Wasserstofftankstelle in der Hamburger Schnackenburgallee ist eröffnet.
(Bild: Shell)

Für Shell ist die Tankstelle an der Schnackenburgallee in Hamburg die bundesweit dritte Station für Wasserstoff (H2) und die erste, an der das H2 vor Ort produziert wird. Weitere Shell H2-Stationen in Frankfurt, Wuppertal, Geisingen und Wendingen sollen alsbald folgen.

„Aber unsere Pläne reichen weiter“, kündigte Dr. Peter Blauwhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung, Shell Deutschland Oil GmbH, in Hamburg an. Denn Shell wird in der neu gestarteten H2Mobility Initiative – zusammen mit Air Liquide, Daimler, Linde, OMV und TOTAL – die heute 17 Tankstellen umfassende, öffentliche Wasserstoff-Infrastruktur massiv ausbauen. Ziel ist ein Netz mit rund 400 H2-Tankstellen bis zum Jahr 2023. Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen können dann in ganz Deutschland auftanken.

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H2-Brennstoffzellenfahrzeuge fahren ohne schädliche Emissionen

Enak Ferlemann (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Frank Horch (Senator der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Hamburg) und Patrick Schnell (Vorsitzender der Clean Energy Partnership) eröffneten gemeinsam mit Blauwhoff die Tankstelle. Die Station wird mit Förderung durch die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) unterstützt und ist Bestandteil der Clean Energy Partnership (CEP).

„Elektrofahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle fahren ohne schädliche Emissionen. Sie besitzen zudem eine hohe Reichweite und können innerhalb weniger Minuten auftanken. Um die Markteinführung von Wasserstofffahrzeugen zu ermöglichen, brauchen wir ein Tankstellennetz, das die wichtigsten Ballungsgebiete abdeckt und miteinander verbindet.

Bis Ende 2015 sollen es in Deutschland 50 H2-Tankstellen geben

Bis Ende 2015 sollen insgesamt 50 Tankstellen in den Metropolregionen sowie entlang der Hauptautobahnen im Bundesgebiet der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Damit wird Deutschland weltweit das erste Land sein, das ein flächendeckendes Grundversorgungsnetz an Wasserstofftankstellen vorhält. Die Wasserstofftankstelle in der Schnackenburgallee fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 1,4 Millionen Euro – das ist gut investiertes Geld in die Mobilität der Zukunft“, erklärte Enak Ferlemann bei der Eröffnung der Station in Hamburg.

Wasserstoff für umweltfreundliche Mobilität

„Die Erzeugung von Wasserstoff und dessen Speicherung und Nutzung unter anderem im Verkehr trägt zur Verbesserung der Effizienz erneuerbarer Energien bei und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. Am Standort Hamburg stehen Politik und Wirtschaft beim Thema umweltfreundliche Mobilität Seite an Seite und bündeln bei diesem zukunftsweisenden Thema die Kräfte. Das ist ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Zukunft“, ergänzte Frank Horch für den Hamburger Senat.

„Die Hamburger Landespolitik demonstriert mit ihrer breiten Unterstützung der Wasserstofftechnologie, beispielsweise durch den Einsatz von Wasserstoffbussen bei der Hochbahn oder mit Incentives für Pkw-Kunden, dass sie es mit dem Umweltschutz und den neuen Mobilitätskonzepten ernst meint“, so Patrick Schnell von der CEP.

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