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Akkufertigung Neue Fabrik in Oberösterreich für leistungsstarke Batterietechnologie

| Autor: Thomas Kuther

Der österreichischer Entwickler und Hersteller von Batteriepacks für die Elektromobilität und stationäre Stromspeichersysteme Kreisel Electric erweitert seine Produktionskapazitäten für Batteriepacks 800.000 kWh/Jahr. Die mit einer komplett automatisierten Fertigungslinie ausgestattete Batteriefabrik „3K One wird auf einer Fläche von 6276 m2 errichtet.

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Die drei Kreisel-Brüder beim ersten Spatenstich (von links): Markus Kreisel, Philipp Kreisel und Johann Kreisel jun.
Die drei Kreisel-Brüder beim ersten Spatenstich (von links): Markus Kreisel, Philipp Kreisel und Johann Kreisel jun.
(Bild: Martin Pröll/Kreisel Electric)

Bis zu 70 Arbeitsplätze entstehen bis zur Eröffnung im März 2017. Neben der Fertigung von Akkupaketen realisiert das Unternehmen gemeinsam mit Industriepartnern auch komplexe Projekte inklusive Antriebsstrang, Ladetechnik und Software.

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20% mehr nutzbare Kapazität

Aufgrund des speziellen Batterie-Assemblings und des Thermomanagements bietet die aktuelle Produktgeneration nach eigenen Angaben bei der nutzbaren Kapazität einen Vorteil von knapp 20% gegenüber den wichtigsten Wettbewerbern. Die Kreisel-Technologie soll mit nur 4,1 kg und einem minimalen Volumen von 1,95 l eine Kapazität von 1 kWh und damit eine überragende Leistungsdichte im Wettbewerbsvergleich haben. Die garantierte Lebensdauer der Batterie gibt Kreisel Electric mit 400.000 km im Elektroauto an.

Batteriepacks mit einer Kapazität von 800.000 kWh sollen jährlich produziert werden

In der ersten Ausbaustufe der Fabrik, die im März 2017 im österreichischen Rainbach eröffnet werden soll, können Batteriepacks mit einer Kapazität von 800.000 kWh jährlich produziert werden. Aufgrund hochautomatisierter Fertigungsprozesse kann die Batterietechnologie in Serie besonders schnell (15 s/kWh) und besonders günstig montiert werden. Eine Verdopplung der Produktionskapazität ist innerhalb eines Quartals möglich.

Fabrik mit PV-Dach, stationärem Akkuspeicher und Abwärmenutzung

In Zukunft soll ein Drittel des Gebäudes für die Batteriefertigung, ein Drittel für Entwicklung, Prototypen und Kleinserienaufbau und ein Drittel vom Gebäude für Software- und Engineering-Entwicklung sowie Büros verwendet werden. Das Dach des Fabrikgebäudes soll eine Photovoltaikanlage mit 200 kWp erhalten und ein stationärer Speicher mit Kreisel-Batterien (1000 kWh) die kontinuierliche Versorgung mit selbst produziertem PV-Strom für Gebäude und Ladesäulen sichern. Die Wärmeversorgung wird durch die Nutzung von Abwärme der Produktionsmaschinen sowie Wärmepumpen sichergestellt.

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