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Neue Core-i-Prozessoren: Intel kontert AMD-Angriff

| Redakteur: Michael Eckstein

Sechs Kerne für unter 200 Euro: Mit seiner neuen Prozessor-Generation bringt Intel Hexacore-CPUs für das Mainstream-Segment. Hohe Frequenzen und Stromstärken machen einen Wechsel des Mainboards unabdingbar – obwohl der bisherige Sockel mechanisch unverändert bleibt.

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Winzig: Intel fertigt seine neuen Prozessoren im 14-nm-Prozess
Winzig: Intel fertigt seine neuen Prozessoren im 14-nm-Prozess
(Bild: Intel)

Kaffee-See statt Kaffeesatz: Ob sich der Name seiner neuen Desktop-CPU-Baureihe auf Unmengen an Röstbohnen-Heißgetränk beziehen, die Entwickler und Marketing-Strategen bis zur Veröffentlichung konsumiert haben, wird Intels Geheimnis bleiben.

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Mit den „Coffe Lake“-CPUs komplettiert der Prozessor-Primus jedenfalls sein Portfolio an Rechenchips der achten Generation. Im Gegensatz zu den im August vorgestellten CPUs für Notebooks und Mini-PCs (Kaby Lake Refresh) liegt dieses Mal der Fokus klar auf Nutzern, die maximale Leistung fordern – etwa Gamer oder Bild- und Videobearbeiter. Später, voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018, sollen weitere Varianten für den kommerziellen Einsatz und den breiteren Endkundenmarkt folgen.

Bis zu sechs Rechenkerne

Neben den neuen Core-i7-Prozessoren mit durchgängig sechs Rechenkernen und Hyperthreading stattet Intel jetzt auch die Core-i5-Baureihe mit sechs statt bisher vier Cores aus. Und im Core i3 werkeln nun vier statt zwei Kerne. Da Intel jetzt im 14-nm-Prozess fertigt, konnten die Strukturen verkleinert werden. So passen mehr Einheiten auf ein Die, zudem sind höhere Taktraten möglich.

Das Topmodell 8700K taktet mit 3,7 GHz im Multicore-Betrieb. Ist nur ein Kern gefordert, schnellt die Frequenz per Turbo Boost auf bis zu 4,7 GHz hoch – mehr als je zuvor bei einem Intel-Prozessor. Satte 12 MB stehen als L3-Zwischenspeicher zur Verfügung. Für die Bildausgabe sorgt die integrierte Grafik UHD 630. Sie entspricht weitgehend der bisherigen HD 630.

Die Leistung seiner neuen Prozessoren bewirbt Intel unter anderem mit der maximalen Bildwiederholfrequenz im Spiel „Gears of War 4“ – ein Hinweis auf die anvisierte Zielgruppe. Das Core-i7-Modell kann sich demnach gegenüber seinem Vorgänger um 25 Prozent absetzen. 4k-Videomaterial bearbeitet die neue Generation laut Intel um über 30 Prozent schneller. Das entspräche einer satten Leistungssteigerung.

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