Drahtlose Kommunikation Netzwerkscanner untersuchen 5G und 3GPP Release 16

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit den Netzwerkscannern von Rohde & Schwarz erhalten die Wissenschaftler des Dresdner Industrial Radio Lab (IRLG) wichtige Informationen aus den Funkspektren von 5G NR und der aktuellen 3GPP Release 16.

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Roboter in der Industrie kommunzieren unter anderem über 5G.
Roboter in der Industrie kommunzieren unter anderem über 5G.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay )

Für die Kommunikation bei IoT-Anwendungen wie mobile Roboter oder fahrerlose Transportfahrzeuge ist es notwendig, die industriellen Kommunikationsnetze hoch verfügbar und zuverlässig auszulegen. Außerdem kommt es bei vielen industriellen Anwendungen auf eine niedrige Latenz an. Mit 5G NR einschließlich der aktuellen 3GPP Release 16 spezifizierten Features ist es möglich, eine hoch zuverlässige Kommunikation mit kurzen Latenzzeiten (URLLC = Ultra Reliable Low Latency Communications) bei privaten Campusnetzen anzubieten.

Das Industrial Radio Lab (IRL) ist Dresden erforscht und erprobt Funksysteme für industrielle Anwendungen. Dabei arbeitet das Labor mit Rohde & Schwarz zusammen. Im Rahmen der Zusammenarbeit hat der Münchner Technologie-Konzern IRL Dresden seine Hochleistungs-Netzwerkscanner für die verteilte Echtzeitüberwachung von Funkspektrum und Funkstörungen zur Verfügung gestellt. Die Scanner unterstützen die Wissenschaftler, um wichtige Daten wie Störungen zu erkennen, zu lokalisieren und zu vermieden. Außerdem ist es möglich, lokale Frequenzbänder von Störungen freizuhalten, um eine zuverlässige Funkkommunikation zu gewährleisten.

Laborverband Radio Lab Germany (IRLG)

Insgesamt gibt es vier regionale Forschungseinrichtungen im Laborverbund Radio Lab Germany, eines davon in Dresden. Die Wissenschaftler erforschen und entwickeln sowohl aktuelle als auch künftige Funktechniken für den Einsatz in der Industrie. Wichtig für das IRLG ist auch die Zusammenarbeit mit wichtigen Vertretern aus Wirtschaft und Politik, um den Wissenstransfer auf dem Weg in eine digitale Gesellschaft zu fördern.

Am IRL in Dresden arbeiten die Wissenschaftler vor allem daran, Funkstörungen zu erkennen, zu lokalisieren und schließlich zu reduzieren und damit die die Netzresilienz mithilfe von Echtzeitmessungen an zeitvarianten Kanälen zu verbessern sowie Spektren gemeinsam zu erfassen.

„Die Möglichkeiten zur Bewältigung vorhersehbarer und unvorhersehbarer Störungen sowie zur Realisierung geeigneter Selbstoptimierungs- und Selbstheilungsmechanismen sind heute noch unzureichend. Automatisierte und zuverlässige Methoden auf Basis von Echtzeitmessungen und KI-Analysen zur Erkennung, Lokalisierung und Vermeidung unbeabsichtigter Eigenstörungen sowie beabsichtigter Störungen wie Jamming werden immer wichtiger und technisch herausfordernder. Dies gilt insbesondere für dynamische industrielle Anwendungen und Kommunikationsszenarien.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Anforderungen an die Mess-Sensoren und das Netzwerk zu analysieren und zu bewerten und daraus abzuleiten, welche Echtzeitperformance erzielt werden kann.“

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