Marktstudie: Freiberufliche IT-Spezialisten Neid und Anerkennung für die Freiberufler

Redakteur: Margit Kuther

Freiberufliche IT-Spezialisten genießen in den IT-Abteilungen ihrer Auftraggeber wegen ihres großen Knowhows überwiegend fachliche Anerkennung.

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SOLCOM-Studie: Freiberufliche IT-Spezialisten genießen überwiegend fachliche Anerkennung
SOLCOM-Studie: Freiberufliche IT-Spezialisten genießen überwiegend fachliche Anerkennung
(Bild: SOLCOM)

Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Umfrage des IT-Personaldienstleisters SOLCOM. An der Umfrage unter den 6602 Abonnenten des SOLCOM-Online-Magazins nahmen rund 365 freie IT-Experten und Ingenieure teil. Thema war die Stellung und Einschätzung von Freiberuflern in IT-Abteilungen.

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Dabei wurde gefragt, wie Freiberufler ihre Zukunftsaussichten einschätzen und welche Erfahrungen sie im Umgang mit Kunden und deren Festangestellten gemacht haben.

Der Neidfaktor ist relativ hoch

Wegen der höheren Honorare von Freiberuflern ist der Neidfaktor relativ hoch: 42,5 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich bereits einmal oder mehrmals bei Festangestellten diesbezüglich rechtfertigen mussten. Hingegen empfinden Freie nur geringen Rechtfertigungsdruck, wenn es um ihre fachliche Anerkennung und den höheren Wert ihrer Arbeit (7,7%) aufgrund ihres spezialisierten Knowhows geht.

Die Mehrheit (57,5 Prozent) hatte eigenen Angaben zufolge noch nie mit irgendwelchen Neidempfindungen fest angestellter Kollegen zu tun.

Festangestellte dominieren in den IT-Abteilungen

IT-Abteilungen, die fast ausschließlich aus Freiberuflern bestehen, sind der Marktstudie zufolge kein wirkliches Thema. Knapp 60 Prozent der Befragten schätzen den Freiberufleranteil im unteren Drittel ein. Knapp 40 Prozent glauben, dass in manchen IT-Abteilungen bis zu 60 Prozent Freiberufler arbeiten. Wohin die Entwicklung beider Arbeitsmodelle gehen wird, bleibt jedoch offen: knapp 55 Prozent wollen keine Prognose abgeben.

Lediglich 8,8 Prozent sehen künftig mehr Festangestellte in IT-Abteilungen während 36,4 Prozent noch mehr freiberufliches Unternehmertum voraussagen. Die Durchlässigkeit der Arbeitsmodelle beim Wechsel aus der Festanstellung in die Freiberuflichkeit und umgekehrt wird in etwa gleich beurteilt: Jeweils knapp 40 Prozent empfinden die eine oder die andere Wechselrichtung als leichter gangbar.

Das stärkste Argument gegen eine freiberufliche Tätigkeit ist für knapp 44 Prozent das finanzielle Risiko, während für 19,2 Prozent die unausgeglichene Personal-Work-Life-Balance und für 11 Prozent mangelnder Kündigungsschutz dagegen sprechen.

Nur knapp 7 Prozent schrecken Mobilitätserfordernisse und Mehrarbeit ab, und für weitere gut 7 Prozent spricht die selbständige Kundenakquise gegen eine Freiberuflichkeit.

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