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„NarrowBand IoT ist Wegbereiter für das Internet der Dinge“

| Autor / Redakteur: Lena Tausend / Nico Litzel

Seit der Standardisierung der Funktechnologie NarrowBand IoT (NB-IoT) im Juni 2016 ist viel geschehen. Telekom-Manager Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland, erklärt, wie NB-IoT das Internet der Dinge voranbringt und wie Anwender davon profitieren.

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Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland
Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland
(Bild: Telekom Deutschland)

BigData-Insider: Herr Rickmann, das Internet der Dinge – auf Englisch Internet of Things, kurz IoT – ist eines der meistgebrauchten Schlagworte, wenn es um die Modernisierung und Optimierung von Unternehmen oder ganzen Branchen geht. Warum?

Rickmann: Das Internet der Dinge ist mehr als nur ein Schlagwort. Die Technologie, die dahinter steckt, verändert massiv die Art, wie wir arbeiten. Und ermöglicht damit neue Geschäftsmodelle, macht Produktion und Prozesse effizienter. Viele Unternehmen werden gar nicht darum herumkommen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Und als Digitalisierer für den Mittelstand ist es unsere Aufgabe, Firmen auf diesem neuen Gebiet zu helfen. Wir unterstützen sie durch einfach zu nutzende Produkte. Und sorgen dafür, dass die Voraussetzungen für den Einsatz von IoT-Lösungen gegeben sind, beispielsweise durch innovative Funktechnologie wie NarrowBand IoT.

Welche Eigenschaften hat NarrowBand IoT?

Rickmann: NB-IoT nutzt bestehende Mobilfunknetze. Als sogenanntes „Low Power Wide Area“-Funknetzwerk besticht sie durch geringen Stromverbrauch und robuste Erreichbarkeit auch tief innerhalb von Gebäuden. Zudem ist sie sehr kostengünstig und verfügt über eine enorme Reichweite, was gerade für Anwendungen in Städten oder in der Landwirtschaft ganz neue Möglichkeiten eröffnet

Warum sehen Sie die Notwendigkeit für eine neue Funktechnologie? Schließlich können wir doch mit 2G, 3G und LTE bereits sehr gut drahtlos kommunizieren

Rickmann: All diese Technologien sind im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu einer bestimmten Zeit entwickelt worden. Jedoch sind sie besonders auf die Bedürfnisse von Personen ausgerichtet, die miteinander kommunizieren wollen. Deshalb haben sie Funktionen wie Telefonie, SMS oder die Übertragung von Multimedia-Inhalten. Das stellt spezifische Anforderungen an das Netz, das dafür genutzt wird. IoT-Lösungen, die sich auf Machine-to-Machine-Kommunikation beschränken, haben einen ganz anderen Anspruch. Müllcontainer, die ihren Füllstand an eine zentrale Plattform melden, damit die Stadt die Entleerungsroute danach planen kann, brauchen keine Sprachübertragung und nur sehr geringe Bandbreiten. Sie senden in größeren Abständen kleine Datenpakete, das muss wartungsarm und kostengünstig funktionieren. Nur dann können solche Lösungen im großen Stil ausrollt werden. Und genau diese Qualitäten erfüllt NarrowBand IoT.

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