SMD-Schablonen

Nanobeschichtete Druckschablonen liegen im Trend

| Autor / Redakteur: Ulf Jepsen * / Franz Graser

Wenn Präzision gefragt ist: Durch Oberflächenversiegelung mit Silizium-Nanoteilchen erzielen die Schablonen ein deutlich besseres Auslöseverhalten und eine höhere Genauigkeit des Druckbildes (Photocad)
Wenn Präzision gefragt ist: Durch Oberflächenversiegelung mit Silizium-Nanoteilchen erzielen die Schablonen ein deutlich besseres Auslöseverhalten und eine höhere Genauigkeit des Druckbildes (Photocad)

Mit voranschreitender Miniaturisierung der Bauteile und wachsender Bestückungsdichte der Leiterplatten spielen oberflächenbehandelte SMD-Schablonen zunehmend ihre Stärken aus.

Bei der Bestückung von Leiterplatten mit SMDs (Surface-Mounted Device, zu Deutsch: oberflächenmontierte Bauelemente) beeinflussen Druckschablonen die Fertigungsqualität ganz entscheidend.

Das liegt auf der Hand: Um nämlich Lotbrücken und andere Fertigungsfehler zu vermeiden, sollte die Menge der über die Schablone aufgebrachten Paste über viele Druckvorgänge hinweg möglichst exakt dosierbar sein, und das Pastendepot sollte der Schablonenöffnung auf den Mikrometer genau entsprechen.

Dabei kommt vor allem der Schablonenoberfläche eine wichtige Rolle zu, denn sie beeinflusst sowohl das Auslöseverhalten der Lotpaste als auch die Neigung zur Bildung von Pastenrückständen und die Verschmutzungsneigung der Aperturen.

Um die Eigenschaften der Schablonenoberfläche entsprechend zu verbessern, bieten einige Hersteller von SMD-Schablonen die Versiegelung der Oberfläche mit einer Schicht spezieller Nanoteilchen an.

Feine Layouts müssen prozesssicher druckbar sein

Mit wachsender Miniaturisierung der Bauteile und steigender Bestückungsdichte der Leiterplatten steigt auch die Nachfrage nach solchen oberflächenversiegelten Druckschablonen.

So entscheiden sich immer mehr industrielle Anwender für die versiegelten Schablonen, denn feinere Layouts sind über eine größere Anzahl von Druckvorgängen stabil und prozesssicher druckbar, ohne dass die Schablonen zwischendurch gereinigt werden müssen.

Durch die Oberflächenversiegelung mit Silizium-Nanoteilchen erzielen die Schablonen auch ein deutlich besseres Auslöseverhalten und eine höhere Genauigkeit des Druckbildes.

Erfahrungsberichte zeigen, dass sich die Stärken der Nanobeschichtung ab einem kleinsten Rastermaß von etwa 0,4 mm bei den Aperturen zu zeigen beginnen.

Druckmenge und Druckbild sind stabiler

Das bestätigt auch Roland Mante, Fertigungsleiter bei der Eldat GmbH aus Zeesen in Brandenburg, einem der führenden Hersteller auf dem Gebiet der Funktechnik in Europa.

Bei Eldat werden nanobeschichtete Schablonen seit etwa zwei Jahren in der Fertigung eingesetzt. Fertigungsleiter Mante berichtet: „Druckmenge und Druckbild sind deutlich besser und über alle Druckvorgänge hinweg stabiler. Bei schwierigen Prozessen haben wir ein besseres Prozessfenster, das die Mehrausgaben für die nanobeschichteten Schablonen absolut rechtfertigt.“

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