Hochentwickelter Elektroroller Nach dem smart ebike kommt der escooter

Redakteur: Peter Koller

Es ist beschlossen: die Daimler-Tochter smart wird in den kommenden zwei Jahren einen elektrisch angetriebenen Roller auf den markt bringen. Der escooter ergänzt das Pedelec ebike und den Smart fortwo electric Drive.

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(Bild: Daimler)

„Die Entscheidung für den escooter ist gefallen“, gab Dr. Joachim Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars, Vertrieb und Marketing, beim internationalen Händler-Meeting in Davos (Schweiz) bekannt. „Damit fügen wir unserem smart Mobilitätskonzept einen weiteren wichtigen Baustein für die urbane Mobilität der Zukunft hinzu“.

Bereits auf dem Pariser Autosalon 2010 hatte smart ein umfassendes elektrisches Produktportfolio für den urbanen Verkehr vorgestellt. Neben dem im Sommer erscheinenden smart fortwo electric drive als Coupé und Cabrio besteht es aus dem smart ebike und dem escooter. Die Auslieferung des mit Spannung erwarteten smart ebikes hat gerade begonnen. Der vollelektrische escooter wird innerhalb der nächsten zwei Jahre Premiere feiern.

Das Design der escooter-Studie wird laut smart nochmals weiterentwickelt. Doch bereits die Studie hatte mit einer Vielzahl interessanter Details aufzuwarten (siehe Bildergalerie): So wurde die tragende Chassisstruktur des Elektro-Rollers bewusst der Tridion-Sicherheitszelle des smart fortwo nachempfunden. Der Rahmen aus Stahl und Aluminium ist mit Bodypanels aus Kunststoff verkleidet, die vollständig austauschbar sind.

Eine weitere Besonderheit des escooters stellen die langen, großflächigen und lichtdurchlässigen Elemente an den Kanten des Fußschutzes (Frontverkleidung) dar. Diese beleuchteten Sidemarker sorgen für verbesserte seitliche Sichtbarkeit und dienen gleichzeitig als markante Blinker. Sowohl der Frontscheinwerfer als auch das Rücklicht und die Bremsleuchte sind mit LEDs bestückt.

Der Rahmen des smart escooter nimmt nicht nur Technikkomponenten wie die Batterie und die Leistungselektronik auf, sondern bietet zusätzliche Stauräume, etwa für Helme. Für den Antrieb sorgt ein scheibenförmiger, sehr kompakter und mit 4 kW dennoch leistungsfähiger Radnaben-Elektromotor im Hinterrad. Der bürstenlose Gleichstrom-Nabenmotor überträgt seine Kraft direkt aufs Hinterrad, ist sauber und wartungsfrei. Weiterer Vorteil: Da der Motor keinen Platz im Chassis beansprucht, steht dort mehr Stauraum zur Verfügung.

Vorder- und Hinterrad werden bei der escooter-Studie jeweils an Einarmschwingen geführt. Vorne kommt ein Reifen der Dimension 130/60 R13 zum Einsatz, das hintere Pendant hat das Format 140/65/R13. Die maximale Geschwindigkeit des smart escooters liegt bei 45 km/h. Den Fahrstrom liefert ein Lithium-Ionen Batteriepaket mit 48 Volt. Dank einer Kapazität von 80 Ah sind Reichweiten von bis zu 100 Kilometer möglich. Aufgeladen werden kann der escooter in drei bis fünf Stunden an jeder üblichen Haushaltssteckdose. Die Ladedose dafür ist in der Front des Rollers unter einem aufklappbaren smart Emblem untergebracht, das Ladegerät ist bereits im Roller integriert.

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