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Rücknahme und Kaufpreiserstattung gefordert

Myright klagt im Namen von 20.000 deutschen VW-Kunden

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Streit um Sparpakt - Gespräche ergebnislos vertagt

Doch nicht nur der Dieselskandal gefährdet weiterhin den Burgfrieden in Wolfsburg: Der Streit zwischen Markenvorstand Herbert Diess und Konzernbetriebsratschef Osterloh geht in die nächste Runde und beide begegnen sich mittlerweile mit offenem Visier.

Reibungsthema ist der größte Umbau in der Geschichte des Autobauers. Der Sparpakt soll bis 2025 die Weichen Richtung Elektromobilität und Digitalisierung stellen und zeitgleich mehrere Milliarden Euro an Einsparungen bewirken. Zusätzlich hat der Konzern beschlossen, in den nächsten acht Jahren rund 30.000 Stellen zu streichen.

Osterloh kritisierte Diess massiv, da dieser die getroffenen Absprachen brechen würde. Konkret warf er dem Marken-Vorstand vor, Zusagen bei Leiharbeitern und neuen Stellenbesetzungen gebrochen zu haben. Höhepunkt der Auseinandersetzung war der Vorwurf Osterlohs, dass Diess mit dem Hintern einreißen würde, was Blessing (VW-Personalvorstand) an Brücken bauen würde.

Die Wogen sollten am gestrigen Montag in einer Sondersitzung geglättet werden. Statt einer Übereinkunft ging man am Ende aber ergebnislos auseinander. Nach der Sitzung betonten beide Seiten, dass sie an einer baldigen Lösung interessiert seien.

Ein Sprecher des Betriebsrats erklärte: „Wir begrüßen es, dass Herr Müller (VW-Vorstandsvorsitzender) unsere Ansicht teilt, dass es so nicht weitergehen kann.“ Müller hatte zuvor gefordert, dass man sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren müsse. Auch Markenboss Diess erörterte, dass er an einer „sachlichen Klärung“ interessiert sei.

Kommende Woche am 20. Februar sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Bis dahin werde in Arbeitsgruppen über offene Fragen diskutiert. Eine zeitnahe Lösung scheint aufgrund der verhärteten Fronten relativ unwahrscheinlich.

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