Suchen

Rücknahme und Kaufpreiserstattung gefordert Myright klagt im Namen von 20.000 deutschen VW-Kunden

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Eine angekündigte Klage von über 20.000 VW-Kunden, gebündelt und vertreten durch die Online-Plattform myright, lässt aufhorchen. Während ein VW-Sprecher die Klage als unbegründet einstuft, rumort es im Streit um den Sparpakt zwischen VW-Vorstand und Betriebsrat weiter erheblich. Ein Überblick.

Eine angekündigte Klage von über 20.000 VW-Kunden, gebündelt und vertreten durch die Online-Plattform myright, lässt aufhorchen. Währenddessen rumort es im Streit um den Sparpakt zwischen VW-Markenboss Diess und Betriebsratschef Osterloh weiter erheblich.
Eine angekündigte Klage von über 20.000 VW-Kunden, gebündelt und vertreten durch die Online-Plattform myright, lässt aufhorchen. Währenddessen rumort es im Streit um den Sparpakt zwischen VW-Markenboss Diess und Betriebsratschef Osterloh weiter erheblich.
(Bild: 2011-07-18-wolfsburg-by-RalfR-05.jpg / Ralf Roletschek, Wikimedia Commons / BY-SA 3.0)

Volkswagen scheint weiter das Abonnement für schlechte Nachrichten gebucht zu haben: Die Internetplattform myright hat am gestrigen Montag angekündigt, gebündelte Ansprüche von über 20.000 VW-Kunden als Klage einzureichen. Myright will gerichtlich die volle Erstattung des Kaufpreises bei Fahrzeugen mit eingebauter Manipulationssoftware erstreiten.

Wer ist myright?

Myright ist ein Online-Portal, das aufgrund des Volkswagen-Dieselskandals gegründet wurde. Da sich laut den Gründern Sven Bode, Jan-Eike Andresen und Jens Hopfer kaum eine Privatperson mit Großkonzernen gerichtlich messen kann, habe man es sich zur Aufgabe gemacht, diese juristisch zu vertreten. Hierzu konzentriert das Unternehmen die Einzelklagen und reicht eine Art der Sammelklage ein.

In Deutschland ist im Gegensatz zum US-amerikanischen Recht zwar keine Sammelklage per se gesetzlich verankert, jedoch lassen sich Anliegen mit gleichem Interessenhintergrund bündeln und gemeinschaftlich vor Gericht vertreten. Für den Verbraucher entstehen keine Kosten. Nur im Erfolgsfall sieht das Portal myright Geld.

Vertraglich verankert ist eine Beteiligung von 35 Prozent der vor Gericht erstrittenen Entschädigungszahlung. Neben myright haben die drei Plattformgründer bereits die Portale flightright und bankright entwickelt. Bei flightright werden Ansprüche von Flugreisenden vertreten und bankright hat, laut eigenen Aussagen, schon fast jede Bank in Deutschland auf Rückzahlung von Bankgebühren verklagt.

Was will myright konkret vor Gericht erreichen?

Myright lässt seinen potenziellen Kunden vorab die Wahl: Einerseits können sie sich dafür entscheiden, dass myright eine Entschädigungssumme in Höhe von 5.000 Euro für den entstandenen Wertverlust des Fahrzeugs einklagt. Als Alternative bietet myright die Möglichkeit an, per Klage Volkswagen zum Rückkauf des Fahrzeuges zu zwingen. Hierbei soll der volle Kaufpreis rückerstattet werden.

(ID:44524825)