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Museumsroboter schaut den Besuchern in die Augen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit Hilfe einer speziellen Software und Sensoren interagiert ein Museumsroboter mit den Besuchern. Er ist in der Lage, ihnen in die Augen zu schauen und einfache Fragen zu beantworten.

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Schau mir in die Augen: Peter Poschmann mit dem Museumsroboter TESARO. Er hat eine Software entwickelt, damit der Roboter in die Augen der Museumsbesucher schauen kann.
Schau mir in die Augen: Peter Poschmann mit dem Museumsroboter TESARO. Er hat eine Software entwickelt, damit der Roboter in die Augen der Museumsbesucher schauen kann.
(Bild: Detlev Müller/TU Bergakademie Freiberg )

So wird der Museumsbesuch interessanter: Der Museumsroboter TESARO schaut den Besuchern in die Augen. Möglich macht das eine spezielle Software. Der Roboter erkennt mit Hilfe von Sensoren die Köpfe der Besucher und wendet diesen seine Augen zu. Der Roboter soll per Knopfdruck über ein Touch-Display einfache Fragen von Besuchern beantworten.

Entwickelt hat die Software der Freiberger Doktorand Peter Poschmann. „Meine Software-Version erkennt auch Personen, die sich zur Seite drehen“, erklärt der Entwickler den Vorteil seiner Entwicklung.

Der Roboter wurde von der Firma MetraLabs gebaut und an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden erweitert. Dort studierte Peter Poschmann bis 2009 Informatik. Während seiner Studienzeit kam er an der Professur für Künstliche Intelligenz auch in Kontakt mit dem Roboter „August der Smarte“.

Leidenschaft für die Robotik

„Die Technologie dahinter hat mich sofort fasziniert und die Leidenschaft für die Robotik geweckt“, sagt Peter Poschmann. Diese bringt er seit November 2010 auch an der Freiberger Professur für Virtuelle Realität und Multimedia ein, die in der Initiative „Robots in Saxony (RoX)“ eng mit der HTW zusammenarbeitet. Hier wirkte er unter anderem in Projekten für Robotik unter Tage mit und spezialisierte sich auf Visuelles Personentracking.

Praxiserfahrungen konnte der Roboter bereits in einem Museum sammeln. Ob der Museumsroboter auch in einem Museum eingesetzt werden wird, ist nicht bekannt. Doch für Porschmann hat sich die Arbeit gelohnt. Er verteidigte seine Dissertation mit dem Titel „Multi-Sensor Multi-Person Tracking on a Mobile Robot Platform“ am 1. Februar an der TU Bergakademie in Freiberg.

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