Multitouch-Eingabe: Transparentes OLED-Display ohne Rand

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit einem speziellen Touch-Sensor haben Entwickler aus einem transparenten OLED-Display ein Display mit Multitouch-Eingabe gebaut. Es kommt völlig ohne einen Rand aus.

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Das transparente OLED-Display von LG ist mit einem speziellen Touch-Sensor ausgestattet. Damit wird es multitouch-fähig und kommt völlig ohne einen Rand aus.
Das transparente OLED-Display von LG ist mit einem speziellen Touch-Sensor ausgestattet. Damit wird es multitouch-fähig und kommt völlig ohne einen Rand aus.
(Bild: Zytronic)

Ein transparentes OLED-Display für einen Messeauftritt sollte für eine Touch-Installation ohne optische Touch-Techniken ausgestattet werden. Wie geht das? Mit der patentierten projiziert kapazitiven Touch-Technik (MPCT) von Zytronic zusammen mit der firmeneigenen Controller-Technik verwandelte sich das transparente OLED-Display 55EW5F-A von LG in ein Multitouch-Eingabesystem. Die für eine Messepräsentation spezielle Display-Anwendung sollte nicht nur mit einem transparenten OLED-Display (tOLED) auskommen, sondern auch gänzlich ohne einen Rand.

Das Ergebnis ist ein Invisible-Touch-Design. Zusammen mit den Partnern Innovatus und Printec-DS hat Zytronic eine maßgeschneiderte Touch-Eingabe entwickelt, die das transparente Display um eine Multitouch-Funktion erweitert.

Reaktionsschnelles Multitouch-Display

Der Sensor mit der Bezeichnung ZyBrid von Zytronic bietet zusammen mit dem tOLED-Display von LG eine reaktionsschnelle Multitouch-Funktion und liefert bis zu 100 gleichzeitige Interaktionspunkte. Dahinter steckt ein von Zytronic entwickelter Touch-ASIC, also ein anwendungsspezifischer integrierter Schaltkreis, der in den ZXY500-Controller eingebettet ist.

Nur so konnten die Entwickler eine direkte und vor allem für den Betrachter unsichtbare Toucheingabe umsetzen, die mit dem Oberflächenglas des tOLED verbunden ist. Es gibt keinen Luftspalt zwischen Touch-Sensor und Display. Außerdem wurde so die Parallaxe eliminiert, wodurch präzise und genaue Berührungen gewährleistet ist. Für die Anwendung entscheidend ist das rahmenlose Design, welches kaum Dicker ist als der schlanke tOLED selbst.

Transparentes OLED – das steckt dahinter

Das Besondere bei einem transparenten OLED ist, es ist im inaktiven Zustand transparent. Außerdem lässt sich ein transparentes OLED-Display von beiden Seiten betrachten. Bei einem klassischen OLED-Display besteht die Anode aus einem transparenten Metalloxid-Film und die Kathode aus einem reflektierenden Metall.

Im Gegensatz zu einem transparenten OLED-Display sind sowohl Anode als auch Kathode optisch nicht sichtbar. Bei einem aktiven tOLED-Display kann das Licht in beide Richtungen passieren und Bilder und Text sind darstellbar.

Video: Das rahmenlose Multitouch-tOLED

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