Leiterplattendesign Multisim-Plattform integriert Workbench-Design-Tools und Messsoftware LabVIEW

Redakteur: Gerd Kucera

Die Workbench-Design-Tools sind zusammen mit der Messsoftware LabVIEW nun in einer Plattform integriert und enthalten u.a. NI Multisim erstmals in Version 10.0. Diese Tool-Suite für Elektronikdesign und -test mit virtuellen Instrumenten richtet sich an Anwender in Industrie und Ausbildung.

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( Archiv: Vogel Business Media )

„Im Februar 2005 hat National Instruments den Leiterplatten-Experten Electronics Workbench erworben und dessen Elektronikdesignprodukte nun in das eigene Sortiment integriert“, konststiert Rahman Jamal, Technical & Marketing Director bei National Instruments, „Design- und Prüfwerkzeuge sind nun nahtlos in einer Gesamtlösungsumgebung zusammengeführt. Wir stärken damit auch unsere Position im Bereich der Elektronikausbildung.“

Denn mit LabVIEW-basierten virtuellen Instrumenten und der interaktiven Software für die SPICE-Simulation Multisim sind Entwicklungsingenieure und Studenten der Elektrotechnik in der Lage, im Labor ganz einfach Prototypen von Schaltkreisen zu erstellen und die Theorie und simulierte Ergebnisse mit realen Messungen zu vergleichen. Das Ziel der NI Electronics Workbench Group ist es, qualitativ hochwertige State-of-the-Art-Werkzeuge für Leiterplattenentwurf und Simulation sowohl professionellen Kunden als auch Anwendern in Ausbildung und Lehre zur Verfügung zu stellen.

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Bessere Vergleichbarkeit bedeutet weniger Testläufe

Jamal: „Die National Instruments Electronics Workbench Group präsentiert erstmals die Pakete NI Multisim 10.0 und NI Ultiboard 10.0. Das sind die neuesten Versionen der interaktiven Software zur SPICE-Simulation und die Schaltungsanalyse, die zur Schaltungserfassung, Simulation, zum Leiterplattenentwurf und für Tests zur Verfügung steht. Diese Plattform erlaubt es jetzt, die Flexibilität virtueller Instrumente zu nutzen, um die Kluft zwischen Test- und Designfunktionen zu überbrücken.“

Aufgrund der Kombination von Schaltungssimulationssoftware Multisim 10.0 mit der Messsoftware LabVIEW können Ingenieure, die kundenspezifische Leiterplatten erstellen, simulierte und reale Daten jetzt einfach vergleichen. Das bedeutet weniger Testläufe, weniger Fehler bei der Prototyperstellung und verkürzte Zeit bis zur Markteinführung des Produktes.

Ein SPICE-Expertenwissen ist in der neuen Multisim-Version nicht nötig

Mit NI Multsim 10.0 entwirft der Anwender Schaltpläne interaktiv und simuliert das Verhalten der Schaltungen. Die Komplexität der SPICE-Simulation wird von Multisim abstrahiert, sodass kein SPICE-Expertenwissen vorhanden sein muss, um neue Designs schnell zu erfassen, zu simulieren und zu analysieren. Aus diesem Grund zielt Multisim besonders auf Ausbildung und Lehre in der Elektrotechnik.

Grundstock der NI-Plattform für die Elektronikausbildung ist Multisim 10.0, wozu auch die Workstation zur Prototyperstellung (NI ELVIS; Educational Laboratory Virtual Instrumentation Suite) sowie NI LabVIEW gehören. Jamal: „Die Plattform vermittelt Studenten umfassend und praxisnah den gesamten Entwicklungsprozess elektronischer Produkte. Aufgrund der praxisgerechten Prototyperstellung erleichtert diese Lösung den Studierenden die Anwendung der Theorie in der Praxis, sodass sie ein tiefgreifendes Verständnis des Schaltungsentwurfs entwickeln können.“

Anspruchsvolle Analysen stehen im Mittelpunkt der neuen Design-Tools

Multisim 10.0 und Ultiboard 10.0 haben zahlreiche neue Designfunktionen erhalten. Im Mittelpunkt stehen anspruchsvolle Analysen, eine verbesserte Bauteiledatenbank und eine größere Anwendergemeinschaft. Die Bauteiledatenbank umfasst über 1200 neue Komponenten und mehr als 500 neue SPICE-Modelle von führenden Herstellern wie Analog Devices, Linear Technology und Texas Instruments. Darüber hinaus sind über 100 neue Modelle aus dem Bereich Spannungsregler und -referenzen hinzugekommen. Weitere Verbesserungen sind etwa ein neuer Convergence Assistant, der SPICE-Parameter zur Behebung von Simulationsfehlern automatisch anpasst, eine optimierte Darstellung und Analyse von Daten, einschließlich eines neuen Stromsondeninstruments und aktualisierter statischer Sonden für differenzielle Messungen sowie Unterstützung von BSIM-4-Parametern.

Layout und Routing sind auch hinsichtlich Geschwindigkeit optimiert worden

Ultiboard 10.0 ist eine intuitiv bedienbare Plattform für das Layout und Routen von Leiterplattenentwürfen. Der gesamte Layoutprozess, von der Platzierung von Bauelementen bis zum Routen von Leiterbahnen findet in einer Umgebung statt. Beim Platzieren und Verschieben von Bauteilen und Leiterbahnen hat die Software erhebliche Verbesserungen hinsichtlich Geschwindigkeit erfahren. Das Öffnen komplexer Entwürfe geht aufgrund von Änderungen beim Prüfen auf Einhaltung von Entwicklungsrichtlinien fast doppelt so schnell wie zuvor. Diese Optimierungen gestalten den Übergang vom Schaltplan zur physikalischen Platine schneller und einfacher und verbessern auch das endgültige Leiterplattendesign.

Ultiboard 10.0 ist zusammen mit LabVIEW SignalExpress (der interaktiven Messsoftware) in Multisim 10.0 integriert und etwa ab Mitte des Jahres auch in deutscher Sprache erhältlich.

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