Oszilloskop für eine Rackinstallation Multiples Messgerät mit bis zu 512 analogen Eingängen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit seiner Serie DS8000-R bietet Rigol jetzt ein Oszilloskop, welches mit seiner 19''-Bauform in ein Rack integriert werden kann. Zusammen mit einem Modul zur Synchronisation stehen maximal 512 analoge Eingangskanäle bereit.

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Das Flaggschiff-Oszilloskop DS8000-R für eine Rackmountinstallation bietet bis zu maximal 512 analoge synchronisierte Eingangskanäle.
Das Flaggschiff-Oszilloskop DS8000-R für eine Rackmountinstallation bietet bis zu maximal 512 analoge synchronisierte Eingangskanäle.
(Bild: Rigol)

Auf Basis der Serie MSO8000 hat Rigol jetzt die Oszilloskop-Serie DS8000-R vorgestellt: Wie im MSO8000 ist der Kern die UltraVision-II-Architektur mit einem Phoenix-Chip-Set und zwei eigenentwickelten ASICs, die das analoge Front-End bilden und die Signal-Processing-Performance liefern.

Umgeben sind die Chips von einem Xilinx Zync-7000-SoC, Dual-Core ARM-9-Prozessoren, dem Linux +Qt-Betriebssystem, einem High-Speed-DDR-Systemspeicher und einem QDRII-Display-Speicher.

Kaskadierbar bis 512 analoge Eingangskanäle

Bei der leicht erweiterbaren R-Serie mit Bandbreiten von 350 MHz bis 2 GHz (optionale Bandbreitenerweiterung) und einer maximalen Abtastrate von 10 GS/s eignen sich die Oszilloskope, um Signale schnell zu erfassen und zu analysieren. Dabei kommt dem Anwender die Halb-19''-Bauform (1HE) zusammen mit einem Modul zur Synchronisation zu gute: Es lassen sich mehre Einschübe als multiples Messgerät mit bis zu maximal 512 analoge Eingangskanäle kaskadieren. Das dürfte gerade in Forschung und Entwicklung interessant sein.

Ein Grundmodul hat vier analoge Eingangskanäle, sowie einen externen Trigger-Eingang und einen Arbiträr-Generatorausgang mit 25 MHz. Das Messgerät kann sowohl als Laborgerät als auch in ein Rack-System integriert verwendet werden. Typische Anwendungen sind automatisierte Tests in Fabriken, Protokollanalysen für serielle Busse in der Fahrzeugelektronik, Messen elektronischer Schaltungen, multiple Überwachungen für Forschungszwecke, Schaltleistungsmessungen sowie -analysen in der Leistungselektronik.

Schnelle Fehlerimpulse erfassen

Einsatz des DS8000-R als Labormessgerät.
Einsatz des DS8000-R als Labormessgerät.
(Bild: Rigol)

Um große Datenmengen zu erfassen und zu verarbeiten steht für alle Kanäle eine Speichertiefe von 500 MPts bereit. Mit einer Signalerfassungsrate von bis zu 600.000 Wfms/s können Entwickler sehr schnelle Fehlerimpulse erfassen. Die Echtzeit-Aufzeichnung und Wiedergabe von Signalen gibt Rigol mit bis zu 450.000 Frames an. Auch diese Gerätevariation bietet für die Frequenzanalyse den Einsatz einer hochauflösenden FFT mit 1 Mio. Abtastwerten an.

Die Oszilloskop-Variante wurde mit der neuen integrierten Messmethode mit Echtzeit Augendiagramm und Jitter-Analyse-Software, sowie der Darstellung des Jitter-Trends speziell für die digitale Analyse deutlich erweitert.

Trigger und Analysen

Messdaten lassen sich über die Software ULTRADAQ LITE auf einen PC übertragen.
Messdaten lassen sich über die Software ULTRADAQ LITE auf einen PC übertragen.
(Bild: Rigol)

Vielfältigste Trigger-, Mathematik- und Darstellmöglichkeiten (erweiterte FFT von 1 Mio Punkten, Masken-Test und Power-Analyse) sind wie alle üblichen seriellen Bus-Protokoll-Analyse- und Triggerfunktionen erhältlich. In das Messgerät integriert sind Voltmeter, Frequenzzähler und ein optionaler 2-Kanal Arbiträrer Funktionsgenerator.

Sollen mehr als vier Kanäle genutzt werden, lassen sich alle Einzelgeräte über eine Synchronisationseinheit miteinander kombinieren. Die Einheit lässt sich über die optische 10-GBit-Schnittstelle 10GE SFP+ an einen Netzwerkrouter anbinden. Daten können mit hoher Geschwindigkeit auf einen PC übertragen werden. Zur Auswertung der Messdaten auf dem PC bietet Rigol seine Software ULTRADAQ LITE.

Entwickler können mit dem Software Entwickler Kit (SDK), das als Open Source angeboten wird und sich individeull anpassen lässt. Das DS8000-R kann auch in rauen Industrie-Umgebungen mit Temperaturen bis zu -40 °C betrieben werden. Weitere verschiedene Schnittstellen wie USB-Host, USB-Device, HDMI, LAN, und USB-GPIB (Adapter) sind verfügbar. Die Oszilloskope lassen sich zusätzlich auch über Maus und Keyboard oder über Web-Control steuern und nutzen.

Höhere Bandbreiten, serielle Dekodierung und die 1-Kanal-Arb-Generator-Funktion sind per Software-Upgrade möglich.

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