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Lighting Multifunktionale Lichtlösungen bequem via Netzwerk steuern

| Autor / Redakteur: Klaus-Dieter Kern * / Margit Kuther

LEDs erlauben individuelle Lichtlösungen, geregelt etwa via Handy. Hinter der einfachen Handhabung verbirgt sich eine komplexe Steuerung. Diese zu realisieren, hilft etwa das Lightingteam von Silica.

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In der Architekturbeleuchtung etwa wächst das Interesse, nicht nur Helligkeit und Farbe an den jeweiligen Lichtbedarf anzupassen, sondern an einem Firmengebäude durch entsprechende Beleuchtung sowohl im Innen- als auch im Außenbereich die Wiedererkennbarkeit des Corporate Designs zu steigern. Kunden wünschen zudem vielfach weitere Szenarien wie die Darstellung eines Firmenlogos, Animationen oder wechselnde Motive.

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Durch eine Anbindung an Netzwerke ist die Steuerung von Gebäudebeleuchtungen theoretisch von jedem PC, aber auch von Smartphones oder Tablets möglich. Daraus resultiert die Frage nach einer möglichst flexiblen und effektiven Lichtsteuerung. Wer sich mit Lichtsteuerungen beschäftigt, kommt um Begriffe wie Konnex (KNX), Digital Serial Interface (DSI), Digital Adressable Lighting Interface (DALI) und Digital Multiplex (DMX) nicht umhin.

Lösungen für Gebäudelichtsteuerungen

Hausbusse wie KNX mit einem offenen Standard, der von mehr als 100 europäischen Firmen unterstützt wird, könnten für eine Lichtsteuerung in Frage kommen. Allerdings wird hier ein eigenes Bus-System benötigt. Eine nachträgliche Installation ist meist zu aufwändig und zu teuer.

DSI (Digital Signal Interface) ist ein Protokoll, das ursprünglich von Tridonic entwickelt wurde. Informationen werden über ein simples 8-Bit-Protokoll übertragen. Nachteilig ist, dass für jeden Kanal eine eigene Leitung benötigt wird. Basierend auf DSI wurde deshalb das Protokoll DALI (Digital Adressable Lighting Interface) entwickelt.

DALI ist eine der günstigsten Möglichkeiten, da hier mit einem 2-Draht-Bus ein 1200-Baud-Steuersignal übermittelt wird. Ein einfaches NYM-Kabel (5 x 1,5 mm²) reicht, um sowohl den Strom als auch die Steuersignale zum EVG zu senden. Gateways ermöglichen die Kombination mit KNX oder anderen Hausbussen. Allerdings ist DALI auf eine reine Ein-/Aus- und Dimmfunktion beschränkt. Eine weitere Einschränkung ist die Begrenzung auf max. 64 Einzelgeräte (Individualadressen), max. 16 Gruppen (Gruppenadressen) und max. 16 Szenen (Szenenlichtwerte).

Um die vorgenannten Einschränkungen umgehen zu können, bietet sich aus dem Showbereich DMX an, der dort als offener Standard bereits seit Jahren etabliert ist. DMX-512 ermöglicht die gleichzeitige Steuerung von Helligkeit (Dimmen), Farbwechsel und Bewegung, z.B. für sogenannte Moving Heads. Die Baudrate beträgt 250 Kbit/s – hoch genug, um zahlreiche Einzellampen zu steuern. Mit DMX-512 können 512 Kanäle, dies entspricht einem DMX-Universum, angesprochen werden.

Der elektrische Standard für DMX-512 ist RS-485. Die Datenübertragung erfolgt via UART-Protokoll (Universal Asynchronous Receiver Transmitter). Eine nachträgliche Verkabelung ist auch hier sehr aufwändig, da an einem DMX-512-Bus max. 32 Receiver angeschlossen werden können. Dies erfordert zudem einen Repeater. Für Verzweigungen werden Splitter gebraucht. Auf Grund der hohen Datenrate wird für die Übertragung ein entsprechend geschirmtes Kabel mit 110 Ω Impedanz benötigt. Dadurch ist ein reines DMX-512-System für Architectural Lighting nur bedingt geeignet.

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