Multicopter – Volocopter will Infrastruktur für Lufttaxis schaffen

| Redakteur: Katharina Juschkat

In zehn Jahren bereits sollen die ersten vollausgebauten Volocopter-Lufttaxi-Systeme Realität sein.
In zehn Jahren bereits sollen die ersten vollausgebauten Volocopter-Lufttaxi-Systeme Realität sein. (Bild: Volocopter)

Mit dem autonomen, elektrischen Lufttaxi den Stadtverkehr neu gestalten – diese Vision will Volocopter schon in zehn Jahren umsetzen. Jetzt stellt das Unternehmen ein Infrastruktur-Konzept vor.

Das Unternehmen Volocopter sorgt immer wieder für Schlagzeilen mit seinem E-Multicopter, der den Stadtverkehr revolutionieren soll. Jetzt stellt das Unternehmen seine Vision für die Infrastruktur von urbanen Lufttaxis vor. Die Idee dahinter ist, die Lufttaxis in schon vorhandene Nahverkehrsstrukturen zu integrieren und damit eine zusätzliche Mobilität für bis zu 10.000 Passagieren pro Tag zu bieten. Mitgründer Alex Zosel erwartet, dass die ersten vollausgebauten Volocopter-Lufttaxi-Systeme bereits in 10 Jahren Realität sein werden.

Volocopter sind emissionsfreie, elektrisch angetriebene Fluggeräte, die senkrecht starten und landen und autonom fliegen können. Sie sollen besonders sicher sein, da alle kritischen Flug- und Steuerelemente redundant verbaut sind. Die Multicopter basieren auf Drohnen-Technologie, sind aber so leistungsstark, dass zwei Menschen in jedem Volocopter Platz finden und bis zu 27 km fliegen können – die Hersteller erwarten mit der Weiterentwicklung der Batterietechnologie eine größere Reichweite.

Die Infrastruktur der Zukunft?

Das Konzept des Unternehmens zeigt die notwendige Infrastruktur, um ein flächendeckendes Lufttaxi-Netzwerk in Megacities zu betreiben. Es besteht aus Volo-Hubs und Volo-Ports. Volo-Hubs ähneln Gondelstationen, an denen alle 30 Sekunden Volocopter landen und starten sollen. Nach der Landung wird der Volocopter ins Innere des Volo-Hubs befördert. Passagiere steigen geschützt von Wind und Wetter aus. In einem abgegrenzten Bereich wechseln Roboter die Akkus automatisch, bevor der Volocopter zur Einstiegszone weiterfährt. Volo-Hubs sind der Schlüssel, um die Kapazitäten eines Volocopter-Infrastruktursystems substantielle zu vergrößern. Neben den geschützten Ein- und Ausstiegsbereichen sollen sie ausreichend Platz bieten, um alle in der Stadt betriebenen Volocopter einzuparken sowie die Infrastruktur zum Laden der Akkus und zur Wartung der Volocopter.

Volo-Ports wiederum erweitern das Volo-Hubs-System, indem sie direkten Zugang zu beispielsweise einem Unternehmen, einem Einkaufszentrum, Hotel oder Bahnhof bieten. Sie kommen ohne Lade- und Parkinfrastruktur aus und sind somit viel einfacher zu bauen. Jeder Heliport soll mit kleinen Modifikationen auch als Volo-Port dienen.

„Wir gehen davon aus, dass jedes Lufttaxi-System mit einer einzelnen Punkt-zu-Punkt-Verbindung beginnt und Schritt für Schritt in ein System mit zig Volo-Hubs und Volo-Ports in der Stadt wächst”, sagt Alex Zosel. „Wenn das System voll in Betrieb ist, wird ein Flug zum Treffen nicht viel teurer sein als eine Taxifahrt – sehr wohl aber schneller.”

Ökosystem für urbane Lufttaxidienste schaffen

Das Unternehmen spezialisiert seine Fluggeräte auf die Flugmission in Innenstädten. Volocopter sollen stabil fliegen, sicher durch Mikroturbulenzen um Hochhäuser manövrieren und den Passagieren einen angenehmen Flug bieten. Der Geräuschpegel der Rotorenbewegung soll auf 100 m Höhe beim üblichen Stadtgeräuschpegel nicht mehr wahrnehmbar sein und dank seines elektrischen Antriebs ist der Volocopter während des Flugs emissionsfrei.

„Unsere Ambitionen beschränken sich nicht darauf, nur das Fluggerät zu entwickeln“, sagt Florian Reuter, Geschäftsführer der Volocopter GmbH. „Wir arbeiten am ganzen Ökosystem, denn wir wollen urbane Lufttaxidienste auf der ganzen Welt etablieren. Das beinhaltet die physische sowie die digitale Infrastruktur, um das gesamte System zu verwalten.”

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Elektrotechnik.de.

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