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Münchner Studierende dominieren Hyperloop-Wettbewerb

| Autor: Sebastian Gerstl

Zwei Wettbewerbe, zwei Siege: Zum zweiten Mal hat das WARR Hyperloop Team der TU München bei der von SpaceX ausgeschriebenen Hyperloop Pod Challenge triumphiert. Ziel des von Elon Musk ausgeschriebenen Wettbewerbs war, die schnellste Hyperloop-Kapsel zu konstruieren und demonstrieren.

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Zweiter Anlauf, zweiter Triumph: Die Studenten und Studentinnen des WARR Hyperloop Teams der TU München konnten auch die zweite Hyperloop Pod Challenge für sich entscheiden.
Zweiter Anlauf, zweiter Triumph: Die Studenten und Studentinnen des WARR Hyperloop Teams der TU München konnten auch die zweite Hyperloop Pod Challenge für sich entscheiden.
(Bild: WARR Hyperloop Team / TU München)

Bereits die erste Hyperloop Pod Challenge konnte das WARR Team der TU München für sich entscheiden, am vergangenen Wochenende konnte die Mannschaft Ihren Triumph nun wiederholen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 324 Kilometern pro Stunde schoss die von Münchner Studenten entworfene Hyperloop-Kapsel durch eine 1,25 Kilometer lange Teströhre - schneller als die Konkurrenz.

Das Münchner Hyperloop Pod Design kurz vor dem Start in die Vakuumröhre.
Das Münchner Hyperloop Pod Design kurz vor dem Start in die Vakuumröhre.
(Bild: WARR Hyperloop Team / TU München)

Im ersten Wettstreit, der vom 27. bis 29. Januar in Los Angeles stattfand, konnte sich das Design der Münchner im Finale gegen Entwürfe des MIT und der TU Delft durchsetzen. Damals ging es in erster Linie um das Design.

Im zweiten, erneut von SpaceX veranstalteten Hyperloop-Wettstreit kam es dagegen vorrangig auf die Geschwindigkeit an: Die Kapseln sollten sich möglichst schnell durch die 1,25 Kilometer lange Röhre bewegen. 24 Mannschaften hatten Ihre Entwürfe für den zweiten Wettkampf eingereicht. Nach einer Reihe von Tests durften am Sonntag schließlich drei Teams ihre Kapsel durch Vakuumröhre schießen: das Team Swissloop von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, das Team Paradigm von der Northeastern University in Boston und der Memorial University of Newfoundland in St-John in der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador sowie das WARR Hyperloop Team der TU München.

Die Münchener haben für ihre Hyperloop-Kapsel einen 50 Kilowatt starken Elektroantrieb, einen sogenannten Linearmotor, konstruiert. Trotz des niedrigen Luftdrucks würde sich der Hyperloop in der relativ engen Röhre einem großen Widerstand entgegen sehen. Um dieses sogenannte Kantrowitz-Limit zu umgehen, verfügt die Transportkapsel über eine Art batteriebetriebene Turbine, die Luft von vorn nach hinten pumpt. So werden Luftpolster unter der Kapsel erzeugt, auf denen diese schwebt.

Mit dieser Technologie ausgestattet beschleunigte die Kapsel in der Vakuumröhre bis auf 324 Kilometer pro Stunde. Das ist zwar noch nicht die Geschwindigkeit, die für den letztlich realisierten Hyperloop angestrebt ist: Elon Musk schwebt eine Reisegeschwindigkeit von über 1200 Stundenkilometern vor.

Dennoch reichte die erreichte Geschwindigkeit für den Sieg aus, wobei das Team der TU München auch von Pannen der Konkurrenz profitierte: Das mit einem Strahltriebwerk ausstaffierte Pod der Schweizer Mannschaft hatte Betreibsschwierigkeiten und schaffte letztlich nur 40 Kilometer pro Stunde. Der nach einem Luftkissen-Konzept arbeitende Entwurf von Team Paradigm kam immerhin auf eine Höchstgeschwindigkeit von 101 km/h, ehe die Kapsel noch vor Vollendung der 1,5 Kilometer weiten Strecke in der Röhre liegen blieb.

Der Entwurf des WARR Hyperloop Teams war damit das einzige, das den Magnetschwebelauf durch die Vakuumröhre erfolgreich absolvierte – unter den Augen von SpaceX-CEO Elon Musk, der beim Finale persönlich anwesend war.

Hyperloop WARR pod run to 201 mph (324 km/h) in 0.8 mile near vacuum tube

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