Motorfeedback-Drehgeber: Schnittstellen kein limitierender Faktor mehr

| Autor / Redakteur: Michael Scalet / Karin Pfeiffer

Weniger Motorvarianten: Kompakte Motorfeedback-Drehgeber wie die Sendix S36 ist auf alle Perfomance-Stufen ausgerichtet und standardisiert den mechanischen Anbau.
Weniger Motorvarianten: Kompakte Motorfeedback-Drehgeber wie die Sendix S36 ist auf alle Perfomance-Stufen ausgerichtet und standardisiert den mechanischen Anbau. (Bild: Kübler)

Eine einzige Plattform, weniger Motorenvarianten und dazu eine Einkabel-Lösung: Mit der offenen Schnittstelle SCS Open Link und einer neuen Produktfamilie an Motorfeedback-Drehgebern reagiert Kübler auf Trends in der Antriebstechnik.

Noch kompakter, noch effizienter, noch leistungsfähiger – so klingen die Anforderungen an Antriebshersteller. Die Antriebstechnik befindet sich im Umbruch, und auch für die Sensorik bedeutet das eine neue Herausforderung. So gilt etwa die Kommunikation zwischen Motorfeedback-System und Antriebsregler als ein entscheidender Faktor für die Performance des Antriebssystems, insbesondere bei dynamischen Achsen, gleichmäßigen Geschwindigkeitsregelungen sowie bei der Positioniergenauigkeit.

Bisher entschieden proprietäre Schnittstellen über die Auswahl der Komponenten und nicht die Anforderungen an die Applikationen. Doch Antriebshersteller verfolgen zunehmend eine Second-Source-Strategie, um Kosten und Risiken zu minimieren – und damit sich proprietäre Schnittstellen öffnen. Daraus ergibt sich künftig eine größere Flexibilität und eine verbesserte Kosteneffizienz.

Eines für alles: Kübler präsentiert eine Einkabel-Lösung für Servomotoren mit neuen Motorfeedback-Drehgebern.
Eines für alles: Kübler präsentiert eine Einkabel-Lösung für Servomotoren mit neuen Motorfeedback-Drehgebern. (Bild: Kübler)

Ein weiterer Trend in der elektrischen Antriebstechnik ist die Einkabel-Lösung, die derzeit sicherlich zu den bedeutendsten Weiterentwicklungen gehört. Diese ermöglicht weitere Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Vereinfachung des Antriebssystems, welche auch Vorteile für den Anwender bietet.

Und noch eine Entwicklung zeichnet sich ab: Immer mehr Maschinen- und Anlagenbetreiber fordern vorausschauende Wartung mithilfe intelligenter Datenanalyse, um die Verfügbarkeit und die Zuverlässigkeit von Produktionsanlagen zu steigern. Mit intelligenten Sensoren wird eine schnelle Fehlerdiagnose ermöglicht. Das trägt entscheidend zur Reduktion von ungeplanten Stillstandzeiten beziehungsweise Produktionsausfällen bei. Antriebshersteller stellen sich dieser Aufgabe mit der Entwicklung von Konzepten eines Smart Motors.

Eine Plattform für alle: Motorfeedback-Drehgeber

Vor diesem Hintergrund präsentiert Kübler seine neue Produktfamilie an Motorfeedback-Drehgebern, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit weiteren Herstellern von Servomotoren und -umrichtern. Sie basieren auf einer Plattform, die eine Vielzahl an Möglichkeiten und Vorteilen für Servomotoren mit sich bringt.

Die Besonderheit der neuen Drehgeber Sendix S36 Motor-Line ist die kompakte Baugröße von 36,5 mm bei einer gleichzeitig maximalen Auflösung von 2.048 SinCos/Umdrehung oder 24 Bit volldigital. Der Vorteil: Mit nur einer Baugröße werden mehrere Performance-Stufen realisiert, wo bisher mindestens zwei verschiedene Drehgeber-Baugrößen von beispielsweise 36 mm und 58 mm nötig waren. Die mechanische Anbindung zwischen Motor und Drehgeber ist unabhängig von der gewünschten Performance-Stufe. Der Sendix S36 vereint dies in einer kompakten Baugröße, und somit ergibt sich eine Reduktion der Motorenvarianten. Die mechanische Anbindung wird dadurch standardisiert.

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Antriebshersteller kooperieren für offene Schnittstelle

Für die Standardisierung steht eine Konus- oder Sacklochwelle mit unterschiedlichen Drehmomentstützen zur Verfügung. Der Antriebshersteller gewinnt dadurch Flexibilität in der Auswahl der mechanischen Anbindung und erhält den geeigneten Drehgeber für Servomotoren. Auch im Hinblick auf die Funktionale Sicherheit ergibt sich eine breitere Auswahl. Je nach Präferenz von Konus- oder Sacklochwelle ermöglicht sie dem Antriebshersteller, die entsprechende mechanische Anbindung für sein Sicherheitskonzept frei zu wählen.

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